Er selbst bezeichnet sich als einen sehr geduldigen Menschen. „Manche sagen, ich sei im Tierkreiszeichen Lamm“, sagt Walter Windischbauer, Obmann der Salzburger Austria. Doch nun ist dem Vereinsfunktionär der Kragen geplatzt. „Es geht hier nicht mehr um uns, es geht um einen regulären Spielbetrieb.“
Was den Funktionär so erzürnt, ist die fortgesetzte Weigerung der WSG Wattens, das Regionalliga-Heimspiel gegen die Austria am 25. September im Alpenstadion von Wattens auszutragen. Wattens will lieber eine 0:3-Strafverifizierung hinnehmen, als Sicherheitsauflagen der Behörde zu erfüllen, wie die SN schon Anfang August exklusiv berichtet haben. Das Beispiel könnte Schule machen, Höchst, Reichenau und Union Innsbruck wollen sich dem anschließen. Ein Platztausch kommt nicht infrage, da die Violetten sonst im Frühjahr drei Auswärtspartien hintereinander hätten. Und die ursprünglich angedachte Verlegung des Wattener Heimspiels nach Maxglan ist von den ÖFB-Statuten her nicht möglich: Nur bei Stadtderbys könnte man beide Spiele auf dem gleichen Platz spielen.
Sollte Wattens bei seiner Weigerung bleiben, will die Austria alle rechtlichen Schritte gegen Wattens ausnutzen, die da wären:
![]() | 3:0-Strafverifizierung |
![]() | weiterer Punkteabzug (bis zu fünf Zähler) nach der Rechtspflegeordnung des ÖFB |
![]() | 730 Euro Schadenersatz (weil man mit Sicherheit anreisen wird) und |
![]() | insgesamt bis zu 8660 Euro Strafe nach den Durchführungsbestimmungen des ÖFB und der Regionalliga. |
Auf jeden Fall hat sich Wattens in eine ganz schwierige Situation gebracht: Steigt das Spiel überraschend doch noch, werden sich nach Meinung von Stöger „so viele Austria-Fans wie noch nie zuvor zu einem Auswärtsspiel aufmachen“.











