Es war ein Sieg nach dem Geschmack der Austria: Denn der vermeintliche Underdog drehte das Westliga-Derby gegen die Jung-Bullen nach 0:1 Rückstand noch um. Mit "Einsatz über der Schmerzgrenze", wie es Coach Emich formulierte. Emich teilte nach dem Spiel noch kräftig gegen Red Bull aus. Der Aufsteiger ist nun jedenfalls bester Salzburger Westligist.
Austrias sportlicher Leiter Gerhard Stöger hatte nach dem 2:1 Derby-Triumph sogar Tränen in den Augen. Der Sieg im Spiel des Jahres stärkt das ohnehin schon starke Selbstvertrauen der Austria. "Herz und Hirn hat über den Kommerz gesiegt. Es geht im Fußball nicht darum, dass man das meiste Geld hineinpulvert", tönte Austria-Coach Emich, einst in Unfrieden als Scout von den Bullen ausgeschieden. Die Akademien produzieren seiner Meinung nach nur "arbeitslose Fußballer", am Willen der Kicker werde dort nicht gearbeitet.
Da flogen schon ziehmlich scharfe verbale Giftpfeile in Richtung Red Bull. Vom Verlierer hörte man die nicht: "Ich gratuliere der Austria, auch wenn wir die spielerich bessere Mannschaft waren. Wir werden schauen, dass wir das im Rückspiel umdrehen", sagte Juniors-Coach Niko Kovac.
Die Austria hatte drei Sieggaranten: Doppelpack Marko Vujic im Sturm, den starken Huber im Tor - und die unglaubliche Moral der Mannschaft, die dank der 1800 Fans im Rücken Berge versetzen kann. Das lässt ein wenig träumen. Ist die Austria vielleicht schon reif für den fünften Titel in Serie, auch wenn das Ziel nur Klassenerhalt heißt?
"Wir werden jetzt nicht glauben, dass wir um den Titel mitmischen. Aber wir werden zumindest attackieren", gibt sich Emich wie die Mannschaft kämpferisch.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










