Von der Meister-Herrlichkeit der Austria ist nicht mehr viel übrig. Der Vorsprung auf Verfolger Hallwang ist in den sieben Runden seit der Winterpause von fünf auf zwei Körndl geschrumpft. Und das, obwohl das direkte Duell Remis endete. Das Team ist nicht schlechter als im Herbst, doch violette Treffer sind im Frühjahr Mangelware geworden. Das muss sich schleunigst ändern - vielleicht schon mit Stani Vasilj gegen den SAK.
Austrias sportlicher Leiter Gerhard Stöger strich zwar immer wieder hervor, eine "Ehrenrunde" in der 1. Landesliga einkalkuliert zu haben. Aber so recht glauben wollte er das selbst nicht.
Im Frühjahr aber hat die Austria von ihrer Meister-Herrlichkeit viel eingebüßt. Nur neun der 58 Tore fielen in den sieben Partien. Ausgerechnet gegen Underdogs tat sich der Angriff (Torjäger Bernd Winkler verlängerte als Erster für die nächste Saison) extrem schwer. In Maria Alm wurde Goalie Trappl zum Sieg-Retter, gegen Piesendorf setzte es die zweite Heimniederlage, das 1:1 gegen Anthering blieb gleichfalls weit unter den Erwartungen. Und Samstag ist der SAK bis in die Haarspitzen motiviert, seine Niederlagenserie gegen den Leader zu stoppen. Die Blau-Gelben fügten der Austria ja schon die erste Heimniederlage seit ihrem Neustart zu.
Eine violette Krise stellt Stöger dennoch in Abrede: "Wir sind in der Zielgeraden, haben die Nasenspitze vorne und in jedem Spiel eine Fülle von Chancen. Jetzt heißt es nur noch den Hebel umlegen." Vielleicht gelingt das ja Stürmer-Neuzugang Vasilj, dessen Einsatz in Nonntal nach 30 1b-Minuten bereits diskutiert wird.
Trainer Didi Emich hat Stögers volle Unterstützung: "Alles andere ist jetzt grob fahrlässig. Wir haben noch nicht verlängert - aber das ist nur ein Formalakt".
Das samstägige 1:1 macht indes Herbert Luginger ein weiteres Trainerjahr in Anthering schmackhaft. "Bisher wurde weder vom Vorstand noch von mir klar ausgesprochen, wie's weitergehen soll", meinte Luginger, der interessanter Weise bereits in der Austria-Broschüre ein Remis prophezeit hatte. Für ihn waren das Tor von Hinker, Pfosers Heldentaten und der riesen Einsatz des ganzen Teams rund um den fast 50-jährigen Gustl Humer eine echte Genugtuung.
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