Dem Westliga-Schlager zwischen Red Bull Juniors und Austria Salzburg ging gestern ein verbaler Schlagabtausch über Geld & Leidenschaft voraus
Sie luden zwar anlässlich des Duells am Samstag zur gemeinsamen Pressekonferenz - auf Schmusekurs gingen Juniors-Trainer Niko Kovac und Austria-Obmann Walter Windischbauer aber gestern nicht. Im Gegenteil, da flogen kurzzeitig die einen oder anderen "Spitzen" übers Podium.
Einig waren sich die beiden Verantwortlichen nur, was die Stimmung am Samstag betrifft. Denn in der Bullenarena werden auf Grund des Prestige-Duells bis zu 3000 Zuschauer erwartet. Für ein Regionalliga-Match eine rekordverdächtige Kulisse. "Darauf freut sich nicht nur die Austria, sondern auch meine Jungs", gibt Kovac ehrlich zu.
Sicherheitstechnisch wird das Westliga-Match wie ein Bundesligaspiel behandelt. "Keiner will, dass etwas passiert. Wir haben mit den Fans gesprochen und sie haben angekündigt, sich friedlich zu verhalten", hofft Windischbauer auf einen reibungslosen Ablauf.
Der Obmann wird den Fanmarsch der Violetten persönlich begleiten und auch während des Spiels im Auswärtssektor ein Auge auf die Anhänger haben.
Er selbst sorgte allerdings für verbalen Zündstoff: "Ich weiß, dass es unseren Fans um viel geht. Austria Salzburg hat nach der Trennung von Red Bull ganz unten angefangen. Es ist ein Duell Leidenschaft gegen Geld."
Der sonst so gelassene Niko Kovac fiel ihm daraufhin ins Wort: "Das lasse ich so sicher nicht stehen. Nur weil der Verein Geld hat, heißt es nicht, dass meine Spieler keine Leidenschaft besitzen. Meine Mannschaft ist die jüngste der Liga und spielt ganz oben mit."
Das erste Derby im August konnte die Austria mit 2:1 für sich entscheiden. Doppeltorschütze war damals mit Marko Vujic ein Ex-Juniors-Spieler. Kovac konnte sich deshalb einen Seitenhieb in Richtung Windischbauer nicht verkneifen. "Im ersten Duell hat nicht die größere Leidenschaft gesiegt. Ihr hattet nur Marko Vujic - einen Ex-Bullen..."
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