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Austria Salzburg in der Presse
Stadt Nachrichten, 14.11.2008

"Keinen Umfaller erlauben"

Gerhard Stöger, sportlicher Leiter derSalzburger Austria, über den Titelkampf in der 2. Landesliga Nord und die Veränderungen im Verein.

STN: Die Austria überwintert an der ersten Stelle in der 2. Landesliga Nord. Wie sieht das Programm in den kommenden Monaten aus?
 
Stöger: Im Dezember nehmen wir an einem Hallenturnier in Leonding und einem Futsalturnier in der Alpenstraße teil. Außerdem stehen der Salzburger Stier und die Landesmeisterschaften in der Halle ins Haus. Das wird sehr interessant, da wir in der Vorrunde nur auf Vereine aus der Stadt treffen werden. Am 19. Jänner starten wir dann mit der Vorbereitung im Freien.
 
STN: Was sind die wichtigsten Aufgaben für Sie und Trainer Miroslav Bojceski bis zum Start der Frühjahrssaison?
 
Stöger: Wir müssen die kommenden Monate nutzen, um auf die Viererabwehrkette umzustellen. Dazu benötigen wir aber noch ein bis zwei weitere Defensivspieler. Wir sehen uns bereits in Salzburg, Oberösterreich, der Steiermark und Bayern nach Verstärkungen um. Wir werden zudem den Kader von 26 auf 22 Spieler reduzieren. Ich denke aber nicht, dass uns jemand verlassen wird, sondern freiwillig in unserem U-21-Team weiterspielen wird.
 
STN: Mit Kuchl und Grünau hat die Austria zwei harte Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg in die 1. Landesliga. Werden diese beiden Teams bis zum Schluss um den Titel mitspielen?
 
Stöger: Grünau hat nach schwachem Start einen tollen Herbst gespielt. Kuchl war bereits vergangene Saison nah am Aufstieg dran. Ihnen versagen aber oft die Nerven, sobald sie an der Tabellenspitze stehen. Wir dürfen uns keinen Umfaller erlauben. Ich hoffe nicht, dass wir bis zum letzten Spieltag (Grünau zuhause) um den Aufstieg zittern müssen.
 
STN: Die Austria ist auch im Jugendbereich an der Spitze. Eine U-17-Mannschaft sucht man allerdings vergebens.
 
Stöger: Es ist auch keine geplant. Wir haben eine sehr starke U-15-Truppe, die älteren Spieler können dann im Kader der U 21 oder auf Wunsch bei anderen Vereinen weitere Spielpraxis sammeln.
 
STN: Ihr Klub hat sich von den Ausschreitungen beim Match zwischen Grödig und Innsbruck distanziert. Dort sollen auch Austria-Anhänger beteiligt gewesen sein. Wird es hier Konsequenzen geben?
 
Stöger: 99 Prozent der Austria-Fans sind friedlich. Das Problem ist, dass die Medien oft übertreiben und das natürlich ein schlechtes Bild gibt. Wir dulden keine Gewalt und sprechen immer wieder mit den Fanvertretern. Sollte jemand negativ auffallen, wird es für ihn auch dementsprechende Konsequenzen geben.
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