Austria Salzburg rüstet sich für das brisante Derby am Samstag im EM-Stadion gegen die RB Juniors und hofft auf eine weitere Überraschung gegen den Erzrivalen. Eine Entscheidung in der „Causa Union Innsbruck“ lässt derweil noch auf sich warten.
Schon beim letzten Heimspiel gegen Altach hallten minutenlang „Kleßheim, wir kommen“-Sprechchöre der violetten Anhänger von der Tribüne, kommenden Samstag ist es nun soweit: Aufsteiger Austria Salzburg trifft im EM-Stadion Kleßheim auf Erzrivalen und Titelfavorit RB Juniors. Für die Fans ist das Derby ohnehin das Spiel der Spiele, gut 1600 Karten für den Auswärtssektor wurden bislang abgesetzt. Aber auch für Vorstand, Betreuer und Mannschaft ist das Duell mit den Jungbullen etwas Besonderes. „Jeder von uns ist heiß auf das Derby, wir freuen uns auf das letzte Spiel des Jahres“, ist Austrias Sportlicher Leiter Gerhard Stöger voller Vorfreude auf Samstag.
Austria kommt in Bestbesetzung ins EM-Stadion
Antreten können die Violetten in absoluter Bestbesetzung: „Es wird nach dem Abschlusstraining sicher ein paar enttäuschte Gesichter geben, da es nicht alle Spieler auf den Spielbericht schaffen können“, so Stöger weiter. Mit der stärksten Elf will die Emich-Elf dem hohen Favoriten auch dieses Mal Paroli bieten und ähnlich wie im Hinspiel überraschen. Nach einer kämpferischen Meisterleistung konnten die Juniors bekanntlich Anfang August mit 2:1 niedergerungen werden. Für ein ähnliches Ergebnis muss freilich die magere Auswärtsbilanz aufpoliert werden, erst einen Sieg konnte die Austria in der Fremde einfahren. „Wir liegen trotzdem mehr als im Plansoll. Die Westliga ist einfach keine Einbahn-Gesellschaft wie die unteren Ligen, wo man auch auswärts immer die Punkte mitnimmt“, ist Stöger zufrieden.
Noch immer keine Entscheidung in der „Causa Union Innsbruck“
Weniger gut zu sprechen ist Stöger auf die Vorgänge rund um die nicht ausgetragene Partie gegen Union Innsbruck. Fast zwei Wochen sind seit der Absage bereits vergangen, zu einer Wertung des Spiels konnten sich die zuständigen Gremien aber noch nicht durchringen. Stöger erwartet auch keine schnelle Klärung, rechnet erst im nächsten Jahr mit einer Entscheidung. In erster Instanz hat der Tiroler Fußballverband zu entscheiden, in zweiter Instanz die Westligakommission und in dritter und letzter Instanz schließlich der ÖFB.
Dem Urteil selbst blicken die Violetten gelassen entgegen. „Wir haben alles getan, um ein Spiel zu ermöglichen“, erklärt Stöger und verweist auf einen ähnlichen Fall im vergangen Jahr. Damals traf die Austria in der Landesliga auf Straßwalchen. „Auch dort war das Spielfeld für soviele Fans zu klein, aber die Straßwalchner haben sich zusammen mit uns um eine Lösung bemüht“, so Stöger weiter. Gespielt wurde schließlich im Nachbarort Oberhofen. Genau diesen Einsatz habe er bei den Verantwortlichen von Union Innsbruck vermisst, sagt Stöger.
Gute Kommunikation mit Red Bull
Für das Derby erwartet der Sportliche Leiter jedenfalls keine Probleme. In gemeinsamen Gesprächen mit den Verantwortlichen von Red Bull konnten Probleme schon im Vorfeld geklärt werden, Abläufe für den Spieltag wurden besprochen. Bis zu 3000 Zuseher werden erwartet, der Großteil wird den Violetten die Daumen drücken. „Es werden sicher um die 2000 Austrianer im Stadion sein und uns nach vorne peitschen. Stimmgewaltig, aber nicht gewalttätig“, hofft Stöger.
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