Gustl Kofler und die Salzburger Austria gehen nach einem Bruch zwischen dem Trainer und der Mannschaft künftig getrennte Wege.
Knalleffekt bei der Salzburger Austria: Gustl Kofler ist als Trainer der Violetten zurückgetreten. Die bereits länger andauernden Spannungen führten zu einem irreparablen Bruch zwischen der Mannschaft und dem Betreuer, hieß es in einer offiziellen Erklärung der Austria. Nach einem einstündigen Gespräch mit den Spielern am Donnerstagabend verkündete Kofler seinen Abschied.
Für eine Stellungnahme war der glühende Austrianer am Freitag nicht erreichbar. Gerhard Stöger hingegen schon. Der sportliche Leiter übernimmt interimistisch den Cheftrainer-Posten. „Das ist nur eine Übergangslösung“, meinte Stöger. Im Sommer – nach dem geplanten Titelgewinn in der 1. Klasse Nord – soll ein neuer Coach für die Kampfmannschaft folgen. Thomas Karl, der Obmann-Stellvertreter bei den Salzburgern, meinte zum Rücktritt Koflers: „Mir tut es um den Menschen Gustl Kofler unendlich Leid. Wenn es aber zwischen Mannschaft und Trainer keine Perspektiven mehr gibt, muss man das zur Kenntnis nehmen.“
Was für viele überraschend kam, hat sich vereinsintern offenbar schon länger abgezeichnet. „Es war ein Schwellenbrand, bei dem ich immer wieder als Feuerwehrmann fungiert und zwischen dem Team und dem Trainer vermittelt habe“, sagte Gerhard Stöger. Ehe irgendwelche Mutmaßungen auftauchen können, stellte er klar: „Im Vordergrund steht der Verein Austria Salzburg, persönliche Ideologien sind nebensächlich. Und der Rücktritt von Kofler hat definitiv nichts mit der Person des neuen Obmanns Gernot Blaickner zu tun.“ Heute, Samstag (12.30, Henndorf), im Testspiel gegen Mondsee wird Stöger erstmals als Cheftrainer auf der Betreuerbank sitzen.
Violette Chronik![]() |
| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










