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Austria Salzburg in der Presse
Salzburger Nachrichten, 25.07.2011

Kühlen Kopf im heißen Duell bewahrt

Cup-Fight. Zehn Austrianer blieben gegen Anif mit 2:0 siegreich. Held des Spiels war Torhüter Martin Eisl, der einen Elfmeter hielt.

Da sage noch einer, Geschichte wiederhole sich nicht. Am 27. Juli 2010 spielte Austria Salzburg in der ÖFB-Cup-Vorrunde daheim gegen Westliga-Konkurrent Neumarkt und siegte mit 2:0. Die Tore erzielten Marko Vujic und Raphael Reifeltshammer. Und die Austrianer waren frühzeitig dezimiert, weil Florian Hirsch schon nach 13 Minuten ausgeschlossen worden war.
 
Am Samstag, fast genau ein Jahr später, gab es nun das Déjà-vu-Erlebnis für die Violetten: 2:0-Sieg in der Cup-Vorrunde, diesmal gegen Anif. Die Torschützen hießen wieder Vujic und Reifeltshammer, und vorzeitig unter die Dusche musste Florian Hirsch. Die Gelb-Rote Karte für seinen Kapitän nach 17 Minuten erzürnte Austria-Coach Dietmar Emich: „Das war in hundert Jahren kein Ausschluss.“ Doch die Luft brannte in Maxglan schon vorher: In der 11. Minute lief Anif-Stürmer Jasmin Celebic allein aufs Tor zu, überspielte Torhüter Eisl, wurde aber von Ousman Sonko Pa gestoppt – unfair, wie Schiedsrichter Michael Pointner befand. Im Endeffekt blieb die Szene folgenlos, denn Martin Eisl holte den platziert geschossenen Elfmeter von Florian Leitner aus dem Eck.
 
Der Neuzugang im Austria-Tor war schließlich auch zur Stelle, als Stipe Vucur die größte Chance für Anif zum Ausgleich hatte: Vier Minuten vor Schluss kam der Ex-Seekirchner frei zum Kopfball, doch Eisl lenkte das Leder mit einem Klassereflex über die Latte. Mit dem Keeper, der einst im Austria-Nachwuchs groß wurde und vor der Saison von Grödig kam, haben die Salzburger jedenfalls einen Spitzentormann geholt, der ihnen in der Liga noch den einen oder anderen wichtigen Punkt retten kann.
 
Zwischen den beiden Glanztaten von Eisl hatten die Anifer zwar mehr Ballbesitz, doch zwingende Chancen blieben Mangelware, weil sich die Austria geschickt verteidigte. Anders die Hausherren: Raphael Reifeltshammer stieg bei einem Sonko-Freistoß am höchsten und köpfte zur 1:0-Führung ein. Und zwei Minuten nach Vucurs vergebener Chance machte Marko Vujic im Stil eines abgezockten Torjägers mit einem Schuss aus 16 Metern alles klar.
 
„Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft, aber im Fußball muss man die entscheidenden Dinge machen“, bilanzierte Anif-Trainer Thomas Hofer. Austria-Coach Dietmar Emich sagte zu den „heißen“ Szenen: „Da ist es wichtig, ruhig zu bleiben und kühlen Kopf zu bewahren.“ Die Austria darf nun in der Auslosung am heutigen Montag auf ein attraktives Los hoffen. Und schon morgen, Dienstag, geht es im Landescup weiter: Austria muss zu St. Martin, Anif trifft auf Gneis.
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