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Austria Salzburg in der Presse
Salzburger Nachrichten, 20.10.2008

Mayer versagten die Nerven

Warnsignal. Die Austria kam gegen Grünau über ein 1:1 nicht hinaus und krönte Kuchl damit zum Herbstmeister. Ein heiß umkämpftes Frühjahr wartet.

Er wollte sich selbst zum „Man of the Match“ küren und in das Jubelbad der knapp über Tausend violetten Schlachtenbummler eintauchen. Doch nach seinem Elfmeter gegen Grünau, der den 2:1-Siegtreffer für die Salzburger Austria in der 2. Landesliga Nord hätte bedeuten können, stockte Nicholas Mayer der Atem: „Nicht schon wieder“, wird sich der hoch talentierte Ex-BNZ-Kicker von Red Bull Salzburg gedacht haben. Wie schon im Landescup-Duell gegen Hallwang scheiterte das violette Zukunftsversprechen auch diesmal an seinem eigenen Nervenkostüm und brachte den Ball aus elf Metern Entfernung nicht im gegnerischen Tor unter.
 
Der „logische“ Meisterschaftsfavorit musste sich auf der schmucken Grünauer Sportanlage daher mit einem mageren 1:1-Unentschieden gegen den Tabellendritten begnügen und die Herbstkrone dem unmittelbaren Verfolger Kuchl (4:1 gegen Bergheim) überlassen. Ein Grund zur Beunruhigung für den Liga-Krösus? „Keinesfalls. Wir werden bereits in den beiden noch ausstehenden Runden zeigen, dass wir die klare Nummer eins sind und der Aufstieg nur über uns führt. Der Herbstmeistertitel ist für mich sekundär. Abgerechnet wird nach 26 Runden“, analysierte der sportliche Leiter der Austria, Gerhard Stöger.
 
Der Tabellenführer übernahm standesgemäß ab der ersten Spielminute das Kommando und hielt den Ball gut in den eigenen Reihen. Am gegnerischen Strafraum war jedoch meist Endstation, da die Grünauer dank einer starken Defensivleistung nichts anbrennen ließen. Daher bedurfte es in der 33. Spielminute einmal mehr eines Genieblitzes von Austrias Goalgetter Mersudin Jukic. Mit seinem Traumfreistoß aus linker Position überraschte der Ex-LASK-Spieler Grünau-Keeper Josef Stadlbauer, der mit einer Flanke gerechnet hatte, mit einem scharfen und platzierten Schuss ins kurze Eck. Der Bann schien gebrochen. Doch nach der Pause kam Grünau wie verwandelt auf das Spielfeld. Coach Toni Schaupper setzte mit Patrick Pichler auf einen dritten Stürmer und mehr Durchschlagskraft in der Offensive – mit Erfolg. Der 1:1-Ausgleich durch Ti Hoang per Elfmeter war mehr als verdient. Austrias Jungspund Mayer versagten bei dessen Elfer hingegen die Nerven.
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