Prestigeduell. Die Red Bull Juniors und Austria Salzburg trennten sich vor 5500 Fans nach einem an Dramatik kaum zu übertreffenden Derby 2:2.
Die Salzburger Austria jubelte mit ihren violetten Anhängern über das 2:2 gegen die Red Bull Juniors wie über einen Sieg. Das Unentschieden im Spitzenspiel der Fußball-Westliga war für die Austria sicher glücklich, aber auch ein Produkt von Willenskraft und Leidenschaft.
Der eingewechselte Mittelfeldspieler Lukas Wührer erzielte in der 83. Minute nach einem dummen Abwehrfehler (Missverständnis zwischen Ex-Teamspieler Martin Hiden und Torhüter Niclas Heimann) den Treffer zum 2:2-Endstand. Und das, obwohl die Austria ab der 40. Minute nach dem Ausschluss von Nico Mayer in Unterzahl spielte. „Nicht jeder Schiedsrichter würde hier Rot zeigen. Aber ich muss zugeben, dass es vertretbar war“, sagte Mayer, dessen Teamkollegen nach dem Ausschluss bis zur Erschöpfung kämpften. Dominik Borozni gelang in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nach einem sehenswerten Solo der Ausgleich zum 1:1. „Er hat uns damit für die zweite Hälfte einen psychologischen Vorteil verschafft“, meinte Coach Didi Emich, der im Training auch immer wieder die Willensstärke seiner Mannschaft schult. „Würden wir das nicht trainieren, könnte man das in so einem Spiel nicht abrufen.“
Für die Juniors sollte selbst der Doppelpack von Alexander Aschauer nicht zum Sieg reichen. Auch deshalb nicht, weil die Jungbullen nach zweimaliger Führung nicht zulegen konnten und Austria-Torhüter Stefan Huber zur Stelle war, wenn Gefahr drohte. Dennoch konnte Juniors-Trainer Niko Kovac ebenso wie die meisten der 5500 Zuschauer mit dem Unentschieden gut leben. „Wir haben tapfer gekämpft und hätten dieses Spiel gewinnen müssen. Aber solche Fehler passieren eben im Fußball.“
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