Oliver Schmidt rettete der Austria gestern zum Westliga-Start ein 2:2 in Altach. Der Verteidiger traf in der 93. Minute zum 2:2 und sah beim Jubel Gelb-rot! Nach Schlusspfiff kam es zu einem massiven Polizeieinsatz - für die Austria eine völlige Überreaktion: Die Fans waren nach violetten Angaben zu lang im Sektor eingesperrt.
Austria konnte sportlich mit dem 2:2 leben, es war aber mehr drin, weil Altachs Amateure ab der 63. Minute nur mehr zu zehnt waren. Die im Fokus stehenden Austria-Fans - etwa 400 waren mit - verhielten sich lange Zeit vorbildlich, ließen sich auch nicht durch die Gelb-roten für Schmidt und Kletzl beim Torjubel nach dem 2:2 aus der Fassung bringen. Trotzdem eskalierte die Situation nach Schlusspfiff: "Es gab einen massiven Pfefferspray-Einsatz der Polizei, auch Rettung und Feuerwehr waren vor Ort", berichtete Altachs Geschäftsführer Längle.
Warum es dazu gekommen war, erboste Violett: "Der Austria-Sektor wurde viel zu lange nicht geöffnet. Dann durften vier raus, beim Fünften war Stopp. Plötzlich wurde Pfefferspray eingesetzt. Das war ein brutales Fehlverhalten der Polizei", sagt Austria-Pressesprecher Hütter. Erst dann sei es "im Chaos zu einer Rangelei" gekommen. Gröbere Verletzungen habe es nicht gegeben. Viele mussten allerdings mit Augenreizungen behandelt werden - das unrühmliche Ende des ersten Austria-Westligaauftritts.
Anif musste gestern lange um einen Punkt zittern, lag gegen Bregenz nach 22 Minuten 0:2 hinten. Aber die Flachgauer zeigten in der zweiten Hälfte, in der Schiri Schiffmann verletzt ausschied und vom Assistenten ersetzt wurde, Moral. Coach Hofer beorderte Scherz vom Sturm ins Mittelfeld, dort kam er viel besser zur Geltung. Zuerst köpfelte er nach Sommer-Flanke das 2:1 (62.), dann bereitete er das 2:2 von Joker Celebic per Kopf (93.) mustergültig vor.
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