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Austria Salzburg in der Presse
RLW.at, 27.09.2010

Nachgetreten in der RLW

Oh Wunder, Wattens samt Stadion steht noch! Und das trotz dem Gastspiel der Salzburger Austria samt violettem Anhang. In Anif wird derweil erstmals von Meistertitel und Aufstieg gesprochen und Höchst weckt traurige Erinnerungen.

Nachgetreten in Wattens
Wattens lacht nach dem knappen 2:1-Sieg über Austria Salzburg zwar weiter von der Tabellenspitze, ein fahler Beigeschmack bleibt nach dem Hin und Her um die Austragung im Vorfeld der Partie trotzdem. Die gut 500 mitgereisten violetten Fans feuerten friedlich und lautstark die eigene Mannschaft an, befürchtete Ausschreitungen mit Anhängern von Wacker Innsbruck blieben aus. „Nach dem Spiel hat uns ein Wattener Ordner sogar zu unseren Fans gratuliert“, bringt es Austria-Obmann Walter Windischbauer auf den Punkt. Bleibt zu hoffen, dass nach dem reibungslosen Ablauf in Wattens auch in Höchst, Reichenau und Innsbruck ein Umdenken einsetzt. In der Westliga präsentieren sich die Austria-Anhänger bislang tadellos und sorgen sowohl auswärts als auch auf eigener Anlage für Fußballfeste.

Nachgetreten in Anif
Nach dem 4:1-Heimsieg über Hard kletterte der USK Anif auf den vierten Tabellenplatz und ist zudem erstmals Salzburgs bester Westligist. Nach verhaltenem Saisonstart kommt die Hofer-Elf immer besser in Fahrt, sechs Spiele sind die Salzburger nun schon ungeschlagen. „Wir haben enormes Potenzial und haben sicher noch mehr drauf“, verspricht Trainer Tom Hofer den Gegnern der kommenden Wochen einen heißen Tanz. Auch vom Meistertitel wird in Anif nun erstmals offen geredet. „Wenn wir im Winter vorne dabei sind, werden wir um die Erste Liga-Lizenz ansuchen und auch den Aufstieg anstreben“, blickt Hofer in die Zukunft. Worte, die auch Kooperationspartner Red Bull gerne hören wird. Seit diesem Sommer arbeiten beide Klubs bekanntlich eng zusammen. Gut möglich, dass schon im Winter einige Spieler aus dem Bullen-Nachwuchs in Anif landen werden.

Nachgetreten in Höchst
Mit Aufsteiger Höchst scheint erneut ein Team aus Vorarlberg zum Prügelknaben der Liga zu werden. Vor zwei Jahren beendete Rankweil die Saison punktelos, 2009/10 errang Hohenems ein mickriges Pünktchen in 30 Runden. Auch die Grabherr-Elf ziert bislang ohne einzigen Zähler das Tabellenende, rennt aber wie die „Vorgänger“ Rankweil und Hohenems nicht Woche für Woche in ein Debakel. Das 0:6 in Anif war mit Abstand die höchste Saison-Niederlage, bei der 0:1-Pleite in Neumarkt war man dem ersten Punktegewinn sogar schon sehr nahe. „Das Spiel war immer ausgeglichen, die Leistung gibt Hoffnung für die nächsten Wochen“, hofft Trainer Grabherr bald auf die ersten Punkte.
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