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Austria Salzburg in der Presse
Salzburger Nachrichten, 03.10.2009

Neuauflage eines Klassikers

Stadtderby. Violett (Austria) gegen Blau-Gelb (SAK) erlebt eine Wiedergeburt nach 22 Jahren – nur die Favoritenrolle hat sich nicht geändert.

November 1987: Im Kino lief Stanley Kubricks Meisterwerk „Full Metal Jacket“, der Politiker Holger Bauer warnte vor einer Radikalisierung der FPÖ, die Festspiele verzichteten aus Kostengründen auf eine Neuinszenierung des „Jedermanns“ und im Lehener Stadion standen einander die Salzburger Austria und der SAK zum letzten großen Stadtderby gegenüber.

Im Dress der Nonntaler spielte übrigens Didi Emich, heute Trainer der Austria. Die Austria gewann das vorerst letzte Stadtderby in der zweithöchsten Spielklasse 2:0, Schnöll und Stadler erzielten jeweils auf Vorarbeit von Feiersinger die Tore. 22 Jahre später stehen einander die einst tief verfeindeten Violetten und Blau-Gelben am heutigen Samstag (16 Uhr) auf der Austria-Heimstätte in Maxglan wieder gegenüber. Unter gänzlich anderen Vorzeichen, aber unter nicht minder großen Emotionen und mit Sicherheit bei einem ausverkauften Haus. Gleich ist nur die Favoritenrolle: Wie vor 22 Jahren geht auch diesmal die Austria als Favorit ins Spiel. Das sieht auch SAK-Trainer Rene Pessler so: „Wir haben nichts zu verlieren, wir werden auf jeden Fall die Atmosphäre genießen und trotzdem probieren, dass wir einen Punkt mitnehmen.“ Für Pessler gibt es angesichts von sieben Ausfällen (u. a. Oppermann, Valentic) nur eine Chance: „Dass uns die Austria unterschätzt.“

Genau das will Emich vermeiden: „Der SAK hat eine junge Mannschaft, die forsch nach vorn spielt und wirklich Charakter hat.“ Ansonsten kümmert er sich nicht um den Gegner: „Wir spielen offensiv, außerdem ist es abzuwarten, was der SAK vor der Zuschauerkulisse macht.“

Stichwort Zuschauer: Für Emich sind die Vorfälle der letzten Wochen abgehakt. „Die Mannschaft hat ihren Standpunkt klar gemacht, jetzt geht es wieder um drei Punkte.“ Bei der auch von vielen Fanklubs unterstützten Unterschriftenaktion „Wir sind Austria“ haben bis Freitag über 1000 Anhänger unterschrieben. Vor dem Spiel kann noch unterschrieben werden, in der Pause wird die Unterschriftenliste an den Klub übergeben.
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