Die nicht gespielte Partie Union Innsbruck gegen Austria beschäftigte gestern die Westliga-Kommission. Das Urteil des Tiroler Verbandes (3:0 für Innsbruck) wurde aufgehoben, auf Neuaustragung mit Auflagen entschieden. Richtig glücklich sind die Violetten damit nicht...
Die Kommission war sich einig: Weder Union Innsbruck noch Austria Salzburg traf ein Verschulden. "Daher Neuaustragung! Allerdings unter Ausschluss der Salzburger Fans", berichtete SFV-Präsident Herbert Hübel. "Der Bescheid der Stadt Innsbruck ist rechtskräftig."
Vordergründig also eine Entscheidung zugunsten des Sports, gegen einen Rechtsstreit ohne Ende. Und ein Brückenschlag, der auch die Gastgeber strafen soll. "Bei einem Spieltermin an einem Wochentag im März oder April sind kaum Zuschauer zu erwarten", so Hübel.
Die Reaktion der Austria war gestern zurückhaltend. "Ich freue mich natürlich, dass das unglaubliche Ersturteil aufgehoben ist", meinte Obmann Walter Windischbauer. "Ein Zuschauerverbot hinterlässt aber einen schalen Nachgeschmack und der Termin ist problematisch, weil wir keine Profis beschäftigen. Aber bevor wir uns auf eine Marschroute festlegen, müssen wir die Details kennen." Zu diesen gehört auch, dass die Austria bei Auswärtsspielen eine eigene Security stellt und umgekehrt Wacker in Salzburg.
Austrias Kurs wird Dienstag bei der Vorstandssitzung festgelegt. Gut möglich, dass der ÖFB als dritte Instanz angerufen wird.
Violette Chronik![]() |
| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










