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Austria Salzburg in der Presse
Salzburger Nachrichten, 24.04.2010

Neue Chance für ein Austria-Stadion

Heimstätte. Überraschende Trendwende: In Liefering kann sich die Stadt ein Stadion für die Austria und die zweithöchste Liga vorstellen.

Die Stadt Salzburg will der Austria jetzt unter die Arme greifen: Planungsstadtrat Johann Padutsch bestätigte den SN, dass es Überlegungen für ein "Stadion in der Stadt Salzburg gibt, das den Anforderungen der zweithöchsten Spielklasse entspricht und einem Verein mit dem Publikumsaufkommen der Austria dienen soll".
 
Der Standort scheint auch schon gefunden zu sein: Die Sportanlage Panoramacenter in Liefering schwebt Padutsch als neue violette Heimstätte für 3000 bis 7000 Zuschauer vor. Hier hätte einst schon das große Salzburger EM-Stadion ("Salzachstadion") entstehen sollen. "Hier haben wir bereits zwölf Hektar Fläche mit Sportwidmung, daher sehe ich dort wenig Probleme", meinte Padutsch, der es "beschämend" findet, dass eine Stadt wie Salzburg über keine adäquate Sportanlage für die zweite Liga verfügt. Der Zeitrahmen, der Padutsch vorschwebt, soll drei Jahre betragen, die Kosten schätzt er auf fünf bis sechs Millionen Euro, wobei er sich eine Beteiligung des Landes wünscht.
 
Die Meldung löste bei den Violetten am Freitag fast Euphorie aus. "Der Standort in Liefering ist die letzte Chance für ein Stadion in der Stadt Salzburg. Die sollten wir nutzen, vor allem seit klar ist, dass sich ein Aubau in Maxglan nicht verwirklichen lässt", sagte Austria-Sportdirektor Gerhard Stöger. Die Austria will sich ihrerseits erkenntolich zeigen: Die Violetten planen einen Austria-Zukunftsfonds, in dem Mitglieder und Fans finanzielle Beiträge für die künftige Infrastruktur leisten. "Die Reaktionen darauf sind überwältigend, das ist in Zeiten wie diesen nicht selbstverständlich." Obmann Gernot Blaikner freut sich über "einen Politiker, der der Austria so zugetan ist wie Padutsch", tritt aber auf die Euphoriebremse. "Ich lebe lang genug in Salzburg, um zu wissen, wie viele Hürden noch wegzuräumen sind."
 
Dennoch scheint Bewegung in die Sache gekommen zu sein: Schon am 5. Mai gibt es eine Gesprächsrunde mit Bürgermeister Heinz Schaden, danach trifft man Landeshauptmann-Stv. David Brenner.
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