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Austria Salzburg in der Presse
Salzburger Nachrichten, 03.09.2011

Neue Nummer eins für die Austria

Rochade. Alexander Trappl kehrt ins Tor von Austria Salzburg zurück. Die Nummer eins ist er auch bei der Bruno-Wahl zum beliebtesten Amateurspieler.

Sechs Gegen Tore waren dann doch zu viel. Die 3:6-Auswärtspleite am vergangenen Samstag im Westliga-Derby gegen St. Johann blieb für Torhüter Martin Eisl nicht ohne Konsequenzen. Bereits im Landescup drei Tage später (wiederum gegen St. Johann, Endstand 5:1) hütete Austria-Urgestein Alexander Trappl das Tor der Violetten.
 
Dass es sich dabei nicht nur um ein einmaliges Intermezzo handelte, sondern Trappl bei entsprechenden Leistungen die Nummer eins bleiben wird, bestätigte Austria-Trainer Didi Emich im SN-Gespräch. „Martin Eisl hat offenbar ein mentales Problem aufgerissen. Als Tormann muss man Sicherheit ausstrahlen. Und das tut er momentan nicht. Alex Trappl hat sich diese Chance verdient. Er ist eine berechenbare Größe bei der Austria und außerdem ist er unser Kapitän.“
 
Aber nicht nur innerhalb des Teams hat sich der 33-Jährige das Einserleiberl erkämpft. Beim Bruno 2011 wurde Trappl zu Österreichs beliebtestem Amateurspieler gewählt. Exakt 16.814 Stimmen entfielen auf den Austrianer, der sich damit gegen Horst Freiberger vom SV Schwechat und Siegfried Eixelsberger vom SC Helford durchsetzte. Auch der Verein selbst geht nicht leer aus und erhält dank Trappl einen Ausrüstervertrag im Wert von 5000 Euro.
 
In der Fußball-Westliga wartet auf Austria Salzburg bereits das nächste Derby. Heute, Samstag (17 Uhr), gastiert Seekirchen in der „Festung Maxglan“. Seit dem Aufstieg in die Regionalliga haben die Violetten noch kein einziges Heimspiel verloren – und das soll sich freilich auch mit Trappl im Tor nicht ändern.
 
Auf Seiten der Seekirchner bangt der Ex-Austrianer Markus Scharrer nach einer Achillessehnenentzündung um seinen Einsatz. Kapitän Emanuel Junger ist mit einem Jochbeinbruch out, Amarison Pichardo plagen Knöchelprobleme und Christoph Spatzenegger ist auf Grund einer Fersenprellung fraglich. Die Erwartungen bei Trainer Markus Hoffmann sind dementsprechend gering.
 
Auch in Neumarkt stapelt Coach Hans Hajek vor dem Heimspiel gegen den SC Bregenz (15.30 Uhr) tief. „Wir haben sehr gut angefangen, sind zuletzt aber in ein Loch gefallen. Meisterschafts-Doppelrunden, ÖFB-Cup, Landescup – das waren zu viele Spiele in einem zu kurzen Zeitraum. Fünf, sechs Leute sind komplett überspielt.“ Neuzugang Karim Onisiwo, immerhin fünffacher Saisontorschütze, fehlt wegen einer Bänderverletzung, die er sich im Abschlusstraining zugezogen hat.
 
Im dritten Topspiel der siebten Westliga-Runde trifft Anif auf Dornbirn (15.30 Uhr). Thomas Hofer, der Trainer des Tabellenzweiten, ist nach dem bemerkenswerten Saisonstart guter Dinge: „Die Siege haben die Spieler zusammengeschweißt. Es war nicht zu erwarten, dass wir so schnell eine eingespielte Mannschaft werden.“
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