Violett. Obmann Gernot Blaikner versucht zwar, die Erwartungen zu drosseln, aber bei den Violetten plant man schon die Westliga – wohl in Maxglan.
Nur noch acht Tage, dann beginnt auch die Fußball-Landesliga – und den Auftakt kann man bei den Violetten kaum erwarten. Auch wenn Obmann Gernot Blaikner die Euphorie noch zu bremsen versucht, so drehen sich die Gedanken bei der Salzburger Austria hauptsächlich um den möglichen Aufstieg in die Regionalliga West und die dort bevorstehenden Lokalderbys – was angesichts von fünf Punkten Vorsprung und eines beachtlichen Einkaufsprogramms im Winter (mit Vasilj, Hirsch und Reifeltshammer kamen durchwegs Spieler mit Zweitligaerfahrung) auch nachvollziehbar ist. Coach Didi Emich sieht den FC Pinzgau Saalfelden als härtesten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg („Weil diese Mannschaft spielerisch und körperlich stark ist“), denkt aber auch schon an künftige Aufgaben. „Unter diesem Aspekt haben wir uns im Winter auch verstärkt.“
Der Erfolg der Austria mit drei Titeln en suite, einem Punkteschnitt von 2,62 und mittlerweile zehn Nachwuchsmannschaften mit 198 Nachwuchskickern bringt die Violetten aber auch an Kapazitätsgrenzen. Die sind bei der Anlage in Maxglan erreicht, zudem läuft der Pachtvertrag im Sommer aus. „Wir sind ein deklarierter Stadtverein, und in der Stadt bietet sich keine andere Möglichkeit an“, sagt der sportliche Leiter Gerhard Stöger, und Blaikner räumt in diesem Zusammenhang mit der Vorstellung vom Ligakrösus auf. „Wir stecken jährlich 60.000 Euro in Platzmiete, Erhaltung und Rasensanierung, das sind 80 Prozent der Zuschauereinnahmen. Unsere Konkurrenten haben diese Kosten nicht.“
Nach einem mitunter stürmischen Herbst will man auch mit den Fans vermehrt zusammenarbeiten, obwohl das neue Pyrotechnikgesetz einiges an Zündstoff liefern wird. Daran will Coach Didi Emich nicht denken, er gibt eine andere Linie vor: „Wir spielen den kreativsten Fußball und unsere Fans sollen die kreativsten im Land sein.“ Seine kreative Startelf hat er im Kopf, nur die Torhüterposition ist noch offen.
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