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Austria Salzburg in der Presse
Salzburger Nachrichten, 27.08.2011

Pongauer ohne Angst vor den Großen

Bollwerk. An St. Johann haben sich schon Kufstein und Wattens die Zähne ausgebissen. Auf Austria Salzburg wartet heute eine harte Aufgabe.

Wenn einem die Auslosung gleich in den ersten Runden reihenweise starke Gegner beschert, gibt es zwei Möglichkeiten: jammern oder die Herausforderung annehmen. St.-Johann-Trainer Toni Schaupper und seine Spieler haben sich in der Fußball-Regionalliga West gegen das Jammern entschieden. Punkte gegen die Pongauer gibt es nicht geschenkt, das wissen bereits: Anif: Erst durch ein Tor in der 93. Minute kam die Hofer-Elf zu einem glücklichen 1:0-Sieg. Kufstein: In Tirol entführten die St. Johanner zur allgemeinen Überraschung alle drei Punkte und fuhren mit einem 2:0-Sieg nach Hause. Wattens: Nur drei Tage nach Kufstein fand auch der Westliga-Meister kein Rezept gegen die Pongauer Abwehr und musste sich mit 0:0 begnügen.
 
Austria Salzburg ist also gewarnt vor dem heutigen Schlager (17) in St. Johann. Es ist der erste Teil eines Doppels zwischen den Violetten und den Pongauern, denn schon am Dienstag gibt es die Begegnung in derselben Besetzung an gleicher Stelle im SFV-Cup noch einmal.
 
„In St. Johann ist es für alle Gegner schwer“, sagt Austria-Trainer Didi Emich. „Nur wenn wir konzentriert auftreten und das umsetzen, was wir können, werden wir auch Punkte mitnehmen können.“ Keineswegs dürfe ein destruktiv eingestellter Gegner erwartet werden: „Beim 2:2 in Neumarkt war zu sehen, dass sie auch gut nach vorn spielen können.“
 
Im Frühjahr hatte es im St. Johanner Stadion in einer umkämpften Partie einen 2:0-Sieg der Hausherren gegeben. Für die Austria war es eine von nur zwei Niederlagen in der Frühjahrssaison gewesen. Toni Schaupper schätzt zwar den Gegner als spielerisch stärker ein, sieht darin aber keinen Nachteil: „Für uns ist es schwieriger, wenn wir das Spiel machen müssen.“
 
Ganz andere Sorgen hat Red-Bull-Juniors-Trainer Gerald Baumgartner, dessen Elf heute, Samstag, bei Dornbirn auf den zweiten Saisonerfolg hofft. Robert Völkl, Daniel Krenn und Alexander Staudecker weilen demnächst zehn Tage bei der U19-Nationalmannschaft, die auf Bosnien-Herzegowina trifft. Daher wird das Heimspiel gegen Hall voraussichtlich auf 13. September verschoben. „Einerseits ist das zwar eine Auszeichnung für unsere Arbeit, aber auch ärgerlich, weil sich die Spieltermine nun zusammenballen“, sagt Baumgartner. Während in den nächsten 14 Tagen kein Pflichtspiel ansteht, folgen dann gleich vier Partien in zehn Tagen, darunter das ÖFB-Cupmatch gegen Mattersburg.
 
Davon abgesehen freut Baumgartner die Entwicklung von Robert Völkl: „Er hat sich auf der Sechserposition und als Innenverteidiger etabliert.“ Obwohl gebürtiger Deutscher, hat sich der Doppelstaatsbürger aus Grassau dafür entschieden, international für Österreich zu spielen.
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