Die Austria hat bei der gestrigen außerordentlichen Generalversammlung über ihre Zukunft abgestimmt. Mit überwältigender Mehrheit wurde der neue Vorstand um Obmann Walter Windischbauer akzeptiert. Auch im Kampf gegen den Radikalismus wurde Geschlossenheit demonstriert und ein Sanktionenkatalog verabschiedet.
Dieser aus Anlass der Exzesse beim SAK-Match erstellte Katalog, der neben den bisherigen Hausverboten verstärkte Zusammenarbeit mit Verband, Exekutive und Spielveranstaltern, den Entzug der Mitgliedschaft und die Durchsetzung von Schadenersatz-Ansprüchen umfasst, wurde noch vom alten Vorstand vorgelegt.
Aus dem zogen sich Obmann Gernot Blaikner und sein Stellvertreter Thomas Karl zurück. Die neue, mit zehn Mann auf eine breitere Basis gestellte Klubführung erhielt 176 von 178 möglichen Stimmen - ein überwältigendes Ergebnis.
Drei Neue sitzen mit Dr. Helmut Böhm (rechtliche Belange), Christian Schiefauer und Wolfgang Haider (Sponsoring und Marketing) im vergrößerten Beirat. Sie zählen sich zu den violetten Gründungsmitgliedern.
Der neue Obmann Walter Windischbauer hingegen ist "Quereinsteiger", seine violette Mitgliedschaft ist erst wenige Tage alt. "Aber im Herzen bin ich seit 30 Jahren Austria-Fan, war im Lehener Stadion Stammgast." Auf "heiligem Boden", in der Tribüne Lehen, wurde gestern die Intrhonisierung vollzogen. Als Stellvertreter steht dem 52-Jährigen Hans Gegenhuber, der Austria-Vize bereits in den Neunziger Jahren, zur Seite.
Seine Funktion als Obmann des Straf- und Beglaubigungsausschusses behält Windischbauer übrigens bei. Der Verband sieht keine Unvereinbarkeit. Sollte es einen violetten "Fall" geben, wird er sich der Stimme enthalten. Aber um das zukünftig zu verhindern, ist er ja angetreten...
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