Pleite. In elf Bussen traten 800 Austria-Fans die Reise zum Westderby nach Innsbruck an. Die sorgten für Stimmung, aber nach dem 1:3 überwog der Frust.
INNSBRUCK (SN). An der Unterstützung der mitgereisten Fans lag es nicht, dass die Salzburger Austria gegen Wacker Innsbruck das Westderby in der Westliga auf dem Innsbrucker Tivoli verlor. Nach dem 1:3 vor 2100 Zuschauern haben sich die Violetten voerst einmal aus dem Spitzenfeld verabschiedet.
Von den ersten Minuten an sorgten die Austria-Anhänger für tolle Stimmung und nach dem Führungstreffer von Marco Vujic sah es auch so aus, als ob auch die Austria-Kicker ihren Teil zu einem Fußballfest beitragen könnten. Aber je länger die Partie dauerte, umso mehr übernahmen die Innsbrucker das Kommando. Nach einem Freistoß kassierten die Salzburger, nachdem Torhüter Stefan Huber den Ball hatte fallen lassen, den Ausgleich und drei Minuten nach Wiederanpfiff trafen die Tiroler zum 2:1 durch den überragenden Muhammed Ildiz. Der Leihspieler von Rapid sorgte aus einem Elfmeter auch für die Entscheidung. Bevor dieser ausgeführt werden konnte, musste aber Referee Bode zum zweiten Mal mit einem Abbruch drohen. Beide Fanlager hatten zuvor Bierbecher und Feuerzeuge als Wurfgegenstände benützt. Auch nach dem Spiel musste die Polizei einige Brandherde löschen.
Austria-Trainer Didi Emich ärgerte sich, dass sein Team erneut eine Führung verschenkte. "In Wattens geführt, gegen Anif und auch gegen Neumarkt, wir sind einfach zu brav". Nach der Roten Karte für den Innsbrucker Cihak nach Torraub am durchbrechenden Nico Mayer setzte die Austria alles auf eine Karte. "Aber wir waren vor dem Tor nicht zwingend genug", betonte Emich nach der Niederlage gegen ein Wacker-Team, das fast ausnahmslos aus Spielern, die im Bundesligakader der Tiroler stehen, bestand.
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