Unglaublich diese Violetten! Auch nach vier Fußball-Westliga-Runden bleibt der Aufsteiger ungeschlagen, stieß durch das samstägige 3:1 im Derby gegen St. Johann auf Tabellenplatz vier vor und ist damit nun die Nummer eins in Salzburg. Für Obmann Walter Windischbauer zwar kein Grund zu übertriebener Euphorie, aber: "Wenn man im Schnitt zwei Punkte pro Spiel macht, hat man mit dem Abstieg wohl nichts zu tun, sondern eher mit den einstelligen Tabellenplätzen..."
Und wieder einmal zeigte sich: Wenn das Selbstvertrauen stimmt, sind Rückstände kein Problem. Denn die Pongauer begannen stark und gingen schon in der dritten Minute in Front: Nach einem Eckball von Keil war Innenverteidiger Plut per Kopf zur Stelle. Auf ähnliche Weise hatte die Austria schon im ÖFB-Cup gegen Lustenau zwei Treffer kassiert. "Aber meinetwegen können wir noch sechs solche Treffer bekommen, wenn wir acht schießen", lachte Trainer Didi Emich, der keine Torhüter-Diskussion aufkommen lassen will: "Natürlich ist Stefan Huber nicht der Größte und hat deshalb bei hohen Bällen Probleme. Aber dafür zeigt er auf der Linie sensationelle Reaktionen." So wie in Minute 11, als er einen Leitner-Kopfball noch über die Latte lenkte und damit seiner Truppe die Wende ermöglichte.
Vujic stellte nach Sahin-Patzer mit einem 17-m-Schuss ins linke Kreuzeck auf 1:1 (12.), Urbanek machte die Wende mit dem kuriosesten Treffer des Tages perfekt: Seinen Flankenversuch lenkte Reiter an die Latte, von wo der Ball mit Drall doch noch den Weg ins Tor fand (17.). Der Torhunger des zum offensiven Mittelfeldspieler umfunktionierten Verteidigers war damit aber noch nicht gestillt, kurz vor der Pause sorgte er nach Traumpass von Reifeltshammer für die Vorentscheidung.
Denn nach dem Seitenwechsel schalteten die Hausherren zwei Gänge zurück, standen hinten aber sicher. St. Johanns Amir Lelic wurde noch einmal vor Huber vorstellig, scheiterte aber im Eins-gegen-eins-Duell mit dem Austria-Keeper (66.). So befand St. Johanns Coach Toni Schaupper nach dem Schlusspfiff: "Es war mehr für uns drinnen, aber der Gegner war einfach cleverer."
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