Der Wunsch der Salzburger Austria nach einem neuen Stadion in Liefering stößt bei den anderen Stadtklubs auf breite Ablehnung.
SALZBURG. 6000 Zuschauer, drei Trainingsplätze und Kosten von rund 14 Millionen Euro: Der Großteil der anderen Stadtklubs lehnt die Pläne für das neue Salzach-Stadion ab. Walter Fuchsbauer vom ASK - etwa bezeichnet die Pläne als „sportpolitischen Wahnsinn". „Während die anderen Klubs dahinvegetieren und auf Sanierungen warten, soll da ein neues Stadion entstehen."
Josef Penco, SAK-„Boss" und zweiter Obmann bei der „Plattform Jugendsportförderung Salzburg" befürchtet Einbußen für die anderen Stadtklubs. „Eine zusätzliche Anlage verursacht zusätzliche Kosten. Aber bitte nicht zu Lasten der anderen Klubs, etwa durch Kürzungen beim Betriebskostenzuschuss." Und diese würden drohen, wenn das Sportbudget nicht aufgestockt werde.
Derzeit sagt der LSV „Nein"
Ein klares „Nein" kommt auch vom SV Liefering. „In der derzeitigen Form ist die Sache für uns kein Thema", so Obmann Herbert Steinhagen. „Wir trainieren mit zwölf Mannschaften auf einem Fußballplatz. Unser Bedarf liegt bei zweieinhalb Plätzen." Und soviel Platz gibt es auch nach einem Neubau nicht. Man habe das auch den Austria-Funktionären beim Gespräch am Samstag mitgeteilt. Austria-Obmann Walter Windischbauer stellt jedenfalls noch einmal fest: „Ohne Einigung mit den ansässigen Vereinen wird es kein neues Stadion geben. Die aktuellen Pläne sind ja nur ein erster Entwurf."
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