Derzeit liegt die Salzburger Austria noch im Mittelfeld der Westliga, schon im kommenden Spieljahr soll aber ein erster Versuch unternommen werden, in den Profifußball zurückzukehren. „Dazu ist es aber wichig, zur richtigen Zeit die Weichen zu stellen", sagt Obmann Walter Windischbauer und meint damit auch eine geeignete Sportstätte. Diese soll nach – bis vor kurzem geheimen – Plänen in Liefering entstehen. Unter dem Arbeitstitel „Salzacharena" plante Architekt Christoph Adlhart ein Stadion für 6.000 Zuschauer auf dem Areal der bisherigen Sportanlage Salzachsee. Inklusive der Adaptierung bzw. des Neubaus von drei Nebenplätzen, wo die derzeit dort ansässigen Klubs ihren Spielbetrieb fortführen könnten, sowie Anlagen für Street Soccer, Beachvolleyball und Basketball soll das Projekt rund 14 Mio. Euro verschlingen. Vom Spatenstich bis zur Fertigstellung würde nicht einmal ein Jahr vergehen. So weit, so gut – doch bis es so weit ist, müssen die Violetten noch einige Hürden nehmen. Die SPÖ und die Bürgerliste haben bereits zugestimmt, dass die Stadt die Hälfte der Kosten übernimmt, und auch aus der FPÖ gibt es positive Signale. Die ÖVP äußerte jedoch Bedenken. Außerdem muss man die Dachverbände ASKÖ, Union und ASVÖ sowie die ortsansässigen Vereine Lieferinger SV, ASVÖ Liefering und FC Salzachsee von der Sinnhaftigkeit des Stadionbaus überzeugen.
Widerstände vorprogrammiert
Und spätestens hier dürfte man auf Widerstand stoßen, denn Präsident des ASVÖ Liefering ist Walter Fuchsbauer – jener Walter Fuchsbauer, der mit seinem ASK aus Maxglan „entfernt" wurde, als die neu gegründete Austria eine Heimstätte brauchte, und seit damals gelinde gesagt nicht mehr allzu gut auf die Violetten zu sprechen ist. Außerdem ist die in Salzburg fast obligate Bürgerinitiative auch in diesem Fall vorprogrammiert, selbst wenn die Klubverantwortlichen Pläne für eine direkte Trasse vom Messezentrum zur Salzacharena wälzen, um die Lärmbelastung für die Anrainer in der Schmiedingerstraße so gering wie möglich zu halten. Das Stadion selbst würde direkt an der Salzach liegen, es gäbe also einen „Puffer" zum Wohnareal. Die Austria will noch in den nächsten Monaten an allen Fronten die nötige Überzeugungsarbeit leisten, „damit wir im Spätherbst 2011 abschätzen können, ob was daraus wird oder nicht", so Windischbauer. Klar ist, dass die derzeitige Heimstätte keine Alternative darstellt. „Maxglan ist nicht wirklich zweitligatauglich. Da sind das Parkplatzproblem, die unmittelbar angrenzenden Wohnblöcke, nur ein Trainingsplatz, die zu kleine Haupttribüne und die nicht ausreichende Flutlichtanlage", führt der Vereinsboss aus. Positive Stimmung für den Neubau will die Fan-Initiative „Eine Heimat für die Austria" machen, die bereits 27.000 Euro gesammelt hat – Initiator David Rettenbacher hofft, diesen Betrag nun, da konkrete Pläne auf dem Tisch liegen, in den sechsstelligen Bereich schrauben zu können, und betont: „Wir wollen uns nicht ins gemachte Nest setzen, sondern möglichst viel Eigenleistung erbringen."
Planungsdetails
Fassungsvermögen: 6.000 Zuschauer
(4.500 Sitzplätze, 1.500 Stehplätze);
Sportobjekte: Hauptplatz, 3 Neben- bzw. Trainingsplätze (allesamt mit Flutlicht ausgestattet, 1 bis 2 mit Kunstrasen), dazu Basketball-, Bachvolleyball- und Street-Soccer-Plätze;
Kosten: 10 Millionen Euro für das Stadion, 4 Millionen für die weiteren Anlagen;
Standort-Vorteile: Autobahnanschluss und Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz, Anbindung an das Radwegenetz, vorhandene Parkplätze beim Messezentrum,
öffentlicher Grund, geringere Anrainerbelastung als in Maxglan;
Mögliche Baudauer: 6 bis 9 Monate.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










