Die Austria verabschiedete sich Samstag vor mehr als 2.000 Zusehern mit einem 4:1 gegen Elixhausen von der 1. Klasse. Dann machten die Fans und ihre Helden die Nacht zum Tag!
Ausgelassener Jubel, minutenlange Fan-Gesänge, Freudentränen und im Gepäck der Meisterteller: Bei der Titel-Feier der Austria Salzburg am Samstag in Maxglan wurde dem violetten Fußball-Fan warm ums Herz - Erinnerungen an die glorreichen 90er wurden wach.
"Ich fühle mich wie bei der Meisterfeier 1995 am Residenzplatz", meinte ein Anhänger kurz nachdem Bürgermeister Heinz Schaden jedem in der Mannschaft per Handschlag zum Titel gratuliert hatte.
Mehr als 10.000 Fans feierten damals die Übergabe der Bundesliga-Trophäe an die violetten UEFA-Cup-Helden im Café Glockenspiel. Und knapp 2.000 verwandelten das eigens aufgestellte Festzelt in Maxglan auf einer Wiese neben dem Stadion in einen violetten Hexenkessel.
Der Höhepunkt, vier Stunden nach Abpfiff des letzten Saisonspiels, das mit 4:1 gegen Elixhausen gewonnen wurde, war die Ehrung der Meistermannschaft. Jeder Spieler wurde dabei auf die Tribüne gerufen, jeder verlor in sehr ausgelassenem Zustand ein paar Worte. Stürmer Mario Schleindl, dem schon vor Monaten von den Anhängern ein eigener Schlachtruf gewidmet wurde, schrie ins Mikrofon: "Weiß-violett", und die violetten Fans antworteten der Stimmungskanone lautstark: "Salzburg ist komplett!"
So wie Schleindl mussten auch die übrigen Mitspieler, bevor sie den "Thron" besteigen durften, durch eine "Allee" von Fans, die für ihre Helden einen Durchgang geschaffen hatten. Trainer Gerhard Stöger dankte jedem seiner Schützlinge mit Handschlag, Umarmung und einer amikalen "Gnackwatschn", bevor er selbst auf dem Pult beinahe Gefahr lief, von der ganzen Truppe liebevoll erdrückt zu werden.
Die vielen Anhänger, die versuchten, der Tribüne mit den Spielern so nahe wie möglich zu sein, sorgten noch bis in die Morgenstunden für eine ausgelassene, unverwechselbare Stimmung. So, als hätte die Austria anstatt der 1. Klasse soeben die Bundesliga überrollt.
Um dorthin zu kommen, müssten die Violetten noch in vier Ligen triumphieren. Die Unterstützung der Fans hat aber jetzt schon genug Qualität für die höchste Spielklasse. Gemessen an der Zuschauerzahl war die "neue" Austria schon kurz nach ihrer Wiedergeburt vor zwei Jahren mit einem Schnitt über 1.000 Besuchern pro Spiel die zweitstärkste Kraft in ganz Salzburg.
Für die kommende Spielzeit in der 2. Landesliga Nord ist für den Traditionsverein eines klar: Alles andere als der Meistertitel und der damit verbundene Aufstieg wäre eine Enttäuschung. Auch Coach Gerhard Stöger, der nun von der mehrjährigen Grödig-Stütze Miro Bojceski beerbt wird, hat dies schon des Öfteren bekräftigt: "Unser Ziel ist immer der Aufstieg. Und irgendwann, in einigen Jahren, schaffen wir es ja vielleicht bis hinauf in die Red-Zac-Liga."
Der erste Schritt, zumindest in Richtung Landesliga, wurde bereits getätigt: Stürmer Gerhard Struber, zuletzt bei Leogang in der 1. Landesliga engagiert und schon in den 90ern im violetten Dress, ist Neuzugang Nummer eins. Zudem hat Regionalliga-Kicker Ti Hoang von Anif ein violettes Angebot vorliegen.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










