Anif setzte sich mit einem 5:1 gegen Dornbirn an die Tabellenspitze. Die Austria ließ Seekirchen beim 5:0-Derbysieg keine Chance.
Die Regionalliga West ist in dieser Saison fest in Salzburger Hand. Hätte es dafür noch eines letzten Beweises bedurft, so lieferte ihn die siebte Runde am Wochenende. Die Clubs des Salzburger Fußballverbands schossen zum Teil ihre Gegner aus dem Stadion. Torhungrig bis zur letzten Minute, zeigten vor allem der USK Anif und die Salzburger Austria, dass sie zu den großen Titelfavoriten gehören. Dazu spielen sich Neumarkt und Aufsteiger FC Pinzgau Saalfelden immer mehr in das Blickfeld: Zusammen traf das Quartett in dieser Runde 17 Mal. Didi Emich betonte daher: „Fast jedes Derby wird in den nächsten Wochen zu einem Topduell.“
Mit dem überzeugenden 5:1 gegen Dornbirn setzte sich Anif an die Tabellenspitze. Für Trainer Thomas Hofer kommt das etwas überraschend. „Ziel in dieser Saison war eigentlich die Weiterentwicklung der Mannschaft und Platz vier oder fünf hinter den Topteams.“ Der sehenswerte Kombinationsfußball beim Kantersieg gegen Dornbirn hat Hofer nun aber umgestimmt. „Es läuft besser als erwartet. Wir haben eine gute Mischung mit vielen jungen, hungrigen Spielern, die jetzt Lunte gerochen haben. Ich denke daher schon, dass wir vorn dabei bleiben werden“, sagte der Anif-Trainer, der mit seinem Team bereits sechs Saisonsiege und 23 Tore zu Buche stehen hat. Gegen Dornbirn trugen sich zwei Mal der überragende Raimund Friedl, Michael Perlak, Abwehrchef Leo Ettlmayr sowie Solospitze Jasmin Celebic ein.
Auf dem Weg zum Titel könnte die Austria ein Stolperstein für die Anifer werden. Mit Patrick Mayer und Marco Vujic, die beim 5:0 im Derby gegen Seekirchen erstmals in dieser Saison zusammen in der Anfangsformation standen, verfügen die Violetten über ein Offensivduo, das Angst und Schrecken verbreitet. „Wie ein Tsunami sind wir über Seekirchen hinweggefegt“, meinte Austria-Trainer Didi Emich, der seiner Truppe den Geist des deutschen Nationalteams einimpfte: „So muss man auftreten. Selbstbewusst sein und konzentriert.“
Durch den offensivstarken Nico Mayer im defensiven Mittelfeld wurde die Austria noch dominanter. Und wie die Deutschen am Freitag gegen Österreich führte auch die Austria nach einer halben Stunde mit 3:0. „Wenn wir den Anspruch haben, ganz vorn mitzumischen, dann müssen wir nur noch auswärts mutiger werden“, sagte Emich. Am besten schon am Samstag in Bregenz.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










