Westderby. Auch am Tag danach gingen noch die Gemüter hoch. Kritik am Sicherheitskonzept. Windischbauer: „Eingeschleuste Provokateure.“
Schwere Vorwürfe gegen das Sicherheitskonzept der Tiroler Polizei und des Veranstalters Wacker Innsbruck hagelte es am Tag nach dem Westderby. Von einem „völligen Versagen der Ordnungskräfte“ sprach der Internetdienst rlw.at, die „Tiroler Tageszeitung“ schrieb von einem „Derby der Schande“. Kritikpunkte waren, dass die Zuschauer zahlreiche Wurfgegenstände und sogar einen Sauschädel – mit dem der Tiroler Keeper nach Spielschluss die Salzburg-Anhänger provoziert hat – in das Stadion bringen konnten. Auch von einer Fehleinschätzung der Exekutive war die Rede: Die zog 15 Minuten vor Spielende ihre Einheiten vor dem Stadion zusammen, den „Freiraum“ nutzen 50 bis 60 Salzburger zum Sturm auf den Wacker-Sektor. Nach Spielschluss kam es zwischen Tivoli und Eishalle zu Auseinandersetzungen mit rund 100 Personen.
„Ich möchte in so einer Situation nicht der Exekutive gute Tipps geben, sondern selbst vor der eigenen Haustür kehren. An der genannten Aktion waren zehn bis zwölf Personen aus unseren Fanklubs beteiligt, die wir noch zur Rechenschaft ziehen werden. Die restlichen 40 waren selbst unserer Fanszene völlig unbekannt, offenbar außenstehende Provokateure“, meinte Austria-Obmann Walter Windischbauer.
Der FC Wacker verteidigte auch Montag gegenüber den SN die Verschiebung auf Sonntag, die erst zum Aufeinandertreffen der Fanblocks geführt hat. „Wir lassen uns von gewaltbereiten Fans in Innsbruck und Salzburg den Spieltermin nicht diktieren“, meinte Pressechef Florian Sitz. „Zudem haben wir den Aufwand wie bei einem Match gegen Rapid betrieben.
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