Sehr viel Lärm um nichts, zu viel! Seit dem Westliga-Aufstieg der Austria wurde speziell in Tirol Stimmung gegen das violette Fan-Lager erzeugt, vor den "Schlägern" gewarnt: Nach den akustisch "meisterlichen" und vorfallslosen Auftritten in Dornbirn und Wattens mussten sich nun jedoch selbst die Panik-Macher eingestehen: Die Austrianer sind wieder salonfähig!
Die beste Antwort auf die "Vorschusslorbeeren" - Wattens rüstete sich auf den violetten Fan-Ansturm mit 60 Exekutiv-Beamten und 40 Ordnern - gaben die rund 500 mitgereisten Austria-Anhänger selbst: Ein auf der Hinfahrt beschlossener Ehrenkodex untersagte jedem "Violetten", die Wattener Gastronomie zu unterstützen. Die Hausherren blieben auf hunderten Wurstsemmeln und Bierkisten sitzen.
Und auch die enormen Kosten für das Sichheitspersonal waren letztendlich umsonst: Die Anhängerschaft aus Salzburg verhielt sich bis auf den einen oder anderen Wurf eines Bierbechers - der aus Salzburg mitgebracht wurde - friedlich.
"Das ist schon eine Genugtuung", zog auch Austria-Präsident Windischbauer nach den nervenaufreibenden Wochen eine positive Bilanz. "Unsere Fans verhielten sich vorbildlich, machten Stimmung. Nach dem Spiel ist sogar der Wattener Ordner-Obmann zu mir gekommen und hat sich fürs Fußballfest bedankt!"
Windischbauer glaubt nun, dass sich die Angst der Tiroler, die nach den "Vorfällen" im Frühjahr in der Landesliga beim SAK und in Saalfelden nicht von ungefähr kam, schon bei der Westliga-Kommissionssitzung am Mittwoch aufgelöst haben könnte.
Auch Austria-"Bomber" Marco Vujic hält den treuen Fans die Stange: "Wenn mir ein Wattens-Akteur während des Spiels zu den eigenen Fans gratuliert, kann ja nicht alles so schlimm sein!".
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