Ein Unglück kommt meistens nicht allein, das mussten am Samstag auch die Violetten zur Kenntnis nehmen. Da gab es im Heimauftakt der 2. Landesliga und beim Debüt von Cheftrainer Miro Bojceski (Krug-Bild) ein enttäuschendes 1:1 gegen Strobl zu verkraften, samt einer erschreckend schwachen Mannschaftsdarbietung der Salzburger Austria.
Doch den eigentlichen Schock gab es schon vorher zu verdauen. Veranstaltungsbehörde und Baupolizei erzwangen den Rückbau der Sitzplatztribüne in Maxglan. Seit der Übernahme der Anlage im Vorjahr wurde eine Hälfte der Tribüne als reine Stehplatztribüne genutzt, zuletzt verfolgten knapp 2500 Zuschauer etwa die Meisterfeier im Juni. Doch der Treppenabstand sei für eine Stehplatztribüne zu hoch, daher wurden wieder die Schalensitze eingebaut. Dadurch hat die Anlage nur noch eine Kapazität von 1004 Zusehern (604 Sitz- und 400 Stehplätze), ein herber finanzieller Verlust für die Austria. Deren Obmann nahm es sportlich: „Die Gesetze gelten eben auch für die Austria, also werden wir uns danach richten“, meinte Austria-Boss Gernot Blaikner. Nahziel sei jetzt der vorschriftsmäßige Umbau zu einer echten Stehplatztribüne, was 15.000 Euro kosten würde, oder gleich der Neubau eines eigenen Stehranges hinter dem Tor. Samstag hatten aber viele Violette ohnedies einen guten Riecher: Nur 900 kamen zum matten Saisonauftakt.
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