In den Sportvereinen der Stadt Salzburg rumort es heftig. Die Absichtserklärung führender Stadtpolitiker, den Bau einer Salzach arena in Liefering für den Fußball-Westligisten Austria Salzburg mit bis zu sieben Millionen Euro zu unterstützen, stößt auf heftigen Widerstand. „Das ist ein sportpolitischer Wahnsinn, den wir uns nicht gefallen lassen werden“, sagte dazu ASK-Präsident Walter Fuchsbauer, der auch Sprecher der „Plattform Jugendsportförderung“ ist.
In den vergangenen Jahren sei in der Stadt bei sportlichen Investitionen ein rigoroser Sparkurs gefahren worden. So fehle eine zweite Eishalle und auch bei den Mitteln für die dringend erforderliche Sanierung anderer Sportstätten geize die Stadt Salzburg, beklagte Fuchsbauer. Wenn nun die Politiker bereit seien, Millionen für ein neues Stadion auszugeben, dann sei das nicht nachvollziehbar.
„Wenn man bedenkt, dass die Stadt Salzburg ihre 2000 jugendlichen Fußballer pro Jahr mit insgesamt 70.000 Euro subventioniert, dann wird das krasse Ungleichgewicht in der Förderung deutlich“, sagte der ASK-Präsident.
Grundsätzliche Bedenken gegen das Stadion in Liefering meldet auch die Salzburger Verkehrsplattform an. Deren Sprecher Peter Haibach verlangte, dass zunächst geprüft werden sollte, ob das Stadion Kleßheim nicht auch für die Austria nutzbar wäre. Die Höhe der Miete müsste verhandelbar sein, da ja das Land die Arena in Kleßheim tatkräftig mitfinanziert habe. Ein Mietzuschuss der Stadt sei hilfreich, meinte Haibach.
Sollte das Projekt in Liefering aber tatsächlich realisiert werden, müssten nach Ansicht Haibachs die Obuslinien 7 und 1 bis zum Stadion verlängert werden. Außerdem sollte ein Salzachsteg für Fußgänger und Radfahrer in die Projektierung einbezogen werden.
Schützenhilfe bei der Suche nach einer dauerhaften Bleibe bekommt der Traditionsklub Austria Salzburg hingegen von den Salzburger Freiheitlichen. „Wir werden dieses Projekt unterstützen und dessen Umsetzung einfordern“, sagte Klubobmann Andreas Schöppl.
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