Es wurde spekuliert und gepokert, nur mit Walter Windischbauer als neuem starken Mann an der Spitze der Salzburger Austria hat kaum jemand gerechnet. Dabei passt der 52-Jährige zur Austria wie die Faust aufs Auge. Als Vorsitzender des Strafausschusses im Salzburger Fußballverband hat Windischbauer den Violetten nach den Randalen im Stadtderby vor Kurzem noch die Rute ins Fenster gestellt, sie zu einer Geldstrafe von 5000 Euro verdonnert und sogar mit einem Ligaausschluss gedroht. In Zukunft muss er zeigen, dass er auch als Obmann der Austria hart durchgreifen kann. Denn vor weiteren Krawallen ist der Landesliga-Tabellenführer nicht gefeit, nur weil man 15 Hausverbote erteilt und einige dringliche Gespräche mit einschlägig bekannten Unruhestiftern geführt hat.
Die Salzburger Austria hat seit dem Neubeginn nicht nur organisierte Fanklubs in ihren Bann gezogen, sondern leider auch viele Halbstarke, die nach übertriebenem Alkoholkonsum etwas von Tradition stammeln und bei einer Niederlage die Fassung verlieren. Und Niederlagen wird es für die Austria in der Westliga mehr als in den vergangenen vier Jahren zusammen geben. Auf den neuen Obmann wartet also eine heikle Aufgabe, wenn er nicht nur sportlich und wirtschaftlich, sondern auch gesellschaftspolitisch erfolgreich sein will. Sein Vorgänger Gernot Blaikner ist letztendlich daran gescheitert.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










