Strafen. Nach der Absage eines Westligaspiels fordert SFV-Präsident Hübel, Randalierer härter zu bestrafen anstatt die Klubs zu belangen.
Vielleicht kommen sie ja doch noch nach Innsbruck heute. Nein, keine Austria-Fans, auch keine Chaoten. Letztere schon deshalb nicht, weil ihr Tiroler Widerpart wohl eher beim Wacker-Auswärtsspiel in der Bundesliga in Graz zu finden ist. Allerdings könnte es sein, dass die Mannschaft von Dietmar Emich einen Samstagsausflug nach Tirol macht. Austria-Sportchef Gerhard Stöger schloss eine solche Reise trotz der behördlich erzwungenen Spielabsage nicht aus. „Dann machen wir ein Erinnerungsfoto fürs Kuriositätenkabinett“, ergänzte er mit bitterem Humor.
Den Austria-Verantwortlichen stößt auch bitter auf, dass nun in manchen Berichten versucht werde, die Violetten als Schuldige der Misere hinzustellen. „Gescheitert ist die Austragung am nicht ligatauglichen Platz von Union“, stellte der Klub per Aussendung klar. Der Aufsteiger aus der Tiroler Liga darf seine Heimspiele mit einer Ausnahmegenehmigung auf dem Sportplatz Fennerkaserne austragen – dieser entspricht nicht den Vorgaben der Regionalliga.
Nicht glücklich ist auch Herbert Hübel, der Präsident des Salzburger Fußballverbands. „Die Entscheidung, nicht zu spielen, ist kontraproduktiv“, sagt er. „Die Gewalt wird damit ja nicht beseitigt.“ Hübel hatte sich mit seinem Tiroler Kollegen Josef Geisler bemüht, die Begegnung zu retten.
Der SFV-Präsident betont auch, dass auf lange Sicht ein Weg gefunden werden müsse, anders mit dem Hooliganproblem (betroffen sind auch Wacker Innsbruck und andere Klubs in Österreich) umzugehen als bisher: „Man muss die eigentlichen Täter zur Verantwortung ziehen, anstatt Sanktionen gegen die Vereine zu verhängen, die jetzt schon kein Geld haben.“
Nächster Akt in der Causa: Der Strafausschuss des Tiroler Verbands muss über die Wertung des Spiels urteilen.
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