Der Westliga-Hit WSG Wattens gegen Austria Salzburg wird am kommenden Samstag nun doch im Alpenstadion Wattens ausgetragen. Zu diesem überraschendem Ergebnis kam es beim Sicherheitsgipfel am Montag in Innsbruck.
Vor knapp zwei Wochen überraschte die WSG Wattens mit der Ankündigung, aus Angst vor Fanausschreitungen auf eigener Anlage nicht gegen den Aufsteiger aus Salzburg antreten zu wollen. „Trotz immenser Sicherheitsauflagen würden wir in der Letztverantwortung stehen. Das wollen und werden wir nicht“, begründete der sportliche Leiter Robert Auer damals im rlw.at-Interview diesen drastischen Schritt. Einen Kompromiss hielt Auer damals noch für ausgeschlossen, ein Nichtantreten seiner Elf inklusive einer 0:3-Strafverifizierung waren beschlossene Sache.
Gemeinsame Lösung erarbeitet
Nun kommt aber doch alles anders. Beim Sicherheitsgipfel in Innsbruck wurde nun gemeinsam mit den drei Landespräsidenten von Salzburg, Tirol und Vorarlberg, Vereinsvertretern von Austria Salzburg und Wattens, Behördenvertretern sowie Vertretern des ÖFB und des Bundesministeriums für Inneres doch noch eine Lösung gefunden: Das Spiel findet planmäßig im Wattener Alpenstadion statt, Austria Salzburg und auch der FC Wacker Innsbruck werden bei der Durchführung der Partie aber mitarbeiten. Die zu erwartenden Ausschreitungen zwischen den beiden Fangruppen waren für Wattens bekanntlich ein Hauptgrund für die vorläufige Absage. Die Mehrkosten für die als Hochsicherheitsspiel eingestufte Partie trägt die WSG Wattens. „Es gibt sicher keine Unterstützung seitens des Verbandes“, erklärte TFV-Präsident Sepp Geisler.
„Die Meisterschaft wäre hinfällig gewesen“
Im Sinne des Sports habe man entschieden, erklärte Robert Auer nach dem Sicherheitsgipfel. „Die ganze Meisterschaft wäre wohl hinfällig gewesen, würden wir nicht antreten. Fünf Vereine hätten sich uns sicher noch angeschlossen und hätten auch nicht gegen die Austria gespielt“, so der sportliche Leiter weiter. Zu hundert Prozent gesichert ist das Spitzenspiel aber noch nicht: „Wir werden ein Sicherheitskonzept vorgelegt bekommen. Können wir das erfüllen, werden wir versuchen dieses Spiel über die Bühne zu bringen“, bleibt Auer zurückhaltend.
Violette Fankarawane erwartet
Im Lager der Salzburger herrschte am Montagnachmittag große Erleichterung: „Das ist eine Entscheidung im Sinne des Fußballs. Kompliment an den ÖFB und die Landesverbände, dass so entschieden wurde“, freut sich Austrias sportlicher Leiter Gerhard Stöger. Pressesprecher Alex Hütter geht noch einen Schritt weiter: „Eine erfreuliche Entscheidung, bloß wäre das Ganze ohne soviel Tamtam auch möglich gewesen.“ Für Samstag erwartet Hütter volle Unterstützung der violetten Fans: „Es werden sicherlich mehr Fans als sonst nach Wattens kommen.“
Maximal 200 violette Fans in Höchst
Neuigkeiten brachte der Sicherheitsgipfel auch für eine andere strittige Partie mit Beteiligung der Austria. Aufsteiger FC Höchst wollte sein Heimspiel gegen die Violetten in der 11. Runde bekanntlich ja auch nicht austragen. Hier soll es nun eine Zuschauerbeschränkung von maximal 200 Fans geben. Noch nicht geklärt wurden die Heimspiele von Union Innsbruck und Reichenau gegen die Mozartstädter. Innsbruck untersagte den beiden Klubs aus Sicherheitsbedenken auf den zu kleinen Plätzen die Durchführung.
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