Der SV Austria Salzburg feiert am Samstag nach dem Spitzenspiel der zweiten Landesliga Nord gegen Verfolger SV Kuchl (17.00 Uhr) in Maxglan seinen 75. Geburtstag.
Der Kultverein im Salzburger Land lädt, angelehnt an das Gründungsjahr (13. September 1933) ab 19.33 Uhr zur großen Party. Über ein dreiviertel Jahrhundert gibt es viel zu erzählen, erlebte der Club doch viele Höhepunkte und etliche bittere Stunden.
Leidenschaft ist geblieben
Der dreifache österreichische Meister spielt zwar inzwischen nicht mehr im Oberhaus mit, aber die Leidenschaft, die Begeisterung für die Violetten ist geblieben und scheinbar unvergänglich.
Und das soll man auch am "Feiertag" spüren, wenn nach der Partie eine große Leinwand - wie einst in Lehen bei Europacup-Auswärtsspielen - aufgebaut und darauf die im Oktober erscheinende DVD "75 Jahre Austria Salzburg" präsentiert wird.
Anhand der Reise in die Vergangenheit werden Austria-Legenden wie Torhüter Otto Konrad, der über den Elfer-Krimi im Europacup in Frankfurt gegen Eintracht plaudern wird, zahlreichen Anekdoten erzählen.
Helden werden erzählen
Miro Polak wird sein Aufstiegstor von 1989 gegen den Kremser SC nochmals schildern, Karl Kodat, Gerhard Perlak, Herbert Rettensteiner und viele anderen Ex-Kicker werden ebenfalls dabei sein. Den Schlusspfiff bildet ein großes Feuerwerk.
Die Wiedergeburt des SV Austria Salzburg erfolgte nach dem Bruch der Fans mit dem Club im Herbst 2005, nachdem Dietrich Mateschitz mit seinem Red-Bull-Imperium diesen im April übernommen hatte.
2006 wurde der neue SV Salzburg gegründet, danach von der zweiten über die erste Klasse Nord ein Durchmarsch gestartet und aktuell ist man in Salzburg Tabellenführer der zweiten Landesliga Nord.
UEFA-Cup-Finale 1994
Seit der Wiederauferstehung der violetten Veilchen, die während ihres ersten "Lebens" dreimal österreichischer Meister (1994, 1995, 1997) waren und 1994 im UEFA-Cup-Finale gegen Inter Mailand standen, wurden von 59 Liga-Spielen nur zwei verloren.
Der Verein, dessen Obmann der bis 2005 als Geschäftsführer tätige Gernot Blainker ist, verfügt über ein Budget von rund 200.000 Euro, zählt bei Heimspielen im Schnitt 1.500 Zuschauer und wird von elf Fan-Clubs unterstützt.
Zu den weiteren Größen, die einmal den violetten Dress mit Stolz getragen haben, zählen Krankl, Feiersinger, Pfeifenberger, Jurcevic, H. Weber, Grosser, Marquinho, Bierhoff, Häßler, Lainer, Amoah uvam., als Trainer arbeiteten in der Festspielstadt u.a. Söndergaard, Koljanin, Krankl, Baric, Wiebach.
2005 - Die Spaltung
Legendär war auch der frühere Präsident Rudolf Quehenberger, der erstmals 1984 in das Amt gewählt wurde.
1971 gab es die Europacup-Premiere, im selben Jahr wurde das Lehener Stadion eröffnet und in der Saison 1988/89 gelang unter tatkräftiger Mithilfe des einstigen Goleadors Krankl der Wiederaufstieg.
Im März 2003 erfolgte die Übersiedlung in die EM-Arena Wals-Siezenheim. Und im April 2005 übernahm dort Red Bull das Kommando, das die Anhänger spaltete.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










