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Austria Salzburg in der Presse
Kronen Zeitung, 24.08.2009

Violette zittern nur vor Statistik-Fluch

Auch wenn erst vier der gesamt 26 Runden absolviert sind: Mit der 5:2 Galavorstellung gegen "Jäger" Hallwang ernannte sich die Salzburger Austria endgültig zum alleinigen Landesliga-Titelfavoriten. Die Kontrahenten rätseln vor allem darüber, wie man den "violetten" Express stoppen kann, den selbst Rückstände nicht in Verlegenheit bringen. Nur der Blick in die Statistik-Bücher gibt der Konkurrenz noch Grund zu Hoffnung.

In Eugendorf, zu Hause gegen Henndorf und am Samstag gegen Hallwang: Die Austria drehte in den drei der bisher vier Landesliga-Runden 0:1 Rückstände in Siege um. Ohne große Probleme. Das ganze Team, das extrem offensiv ausgerichtet ist, spielt 90 Minuten mit Vollgas nach vorne. Und wenn wie bisher im Schnitt vier Tore gelingen, werden auch zwei Gegentreffer locker verdaut: " Ich möchte schnellen, geradlinigen Angriffsfußball bieten", sah sich Trainer Didi Emich beim 5:2 gegen den großen Rivalen Hallwang auch bestätigt.
 
Am Durchmarsch in die Regionalliga kannn sich Aufsteiger Austria wohl nur mehr selbst schlagen. Angst kann den Violetten derzeit höchstens die Statistik einflößen. Denn all jene Mannschaften, die in den vergangenen vier Jahren nach vier Runden an der Spitze der Landesliga standen, blieb in der Endabrechnung der Aufstieg verwehrt:
 
Im August 2005 lachte nach vier Runden Eugendorf mit dem Punktemaximum von der Spitze, musste dann aber Grödig den Vortritt lassen.
Im August 2006 deutete alles auf einen Neumarkt-Alleingang hin, ehe sich Anif noch souverän den Titel angelte.
Im August 2007 sonnte sich erneut Neumarkt nach vier Runden auf Platz eins. Diesmal machte St. Johann das Rennen, stieg auf.
Und im August 2008 startete SAK am besten, sah bei der Meisterfeier von Neumarkt zum Schluss jedoch nur aus der Ferne zu.
 
Einen, den die Statistik kalt lässt, ist Lubomir Neubauer. Gegen Hallwang mutierte der 28-jährige zum Helden, stellte per Weitschuss zuerst auf 1:1 (13.), per Kopf wenig später auf 2:1. Kurios: Im Winter stand seine Karriere nach Wirbelbeschwerden auf der Kippe. Nun ist Lubo aus Austrias Startelf nicht mehr wegzudenken.
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