Fünf Jahre lang, seit der Neugründung 2005, hatte Austria Salzburg auf dieses Spiel hingearbeitet: Das Duell mit Red Bull. Auch wenn am Samstag in der zweiten Westliga-Runde nur die Juniors in Maxglan zu Gast waren, der 2:1 Erfolg war für die Violetten weit mehr als nur die drei Punkte wert.
Und jener Mann, der das mit 1800 Zuschauern ausverkaufte Stadion zum Beben brachte, heißt Marko Vujic. Der Neuzugang hatte schon im Cup und im ersten Meisterschaftsspiel über Tore gejubelt, traf im Spiel des Jahres gleich im Doppelpack. Mit diesen Fans im Rücken macht es einfach Spaß. Ich hatte schon beim Aufwärmen eine Gänsehaut, meinte der 26-jährige gebürtige Bosnier, der in Oberösterreich aufwuchs.
Vor zwei Jahren hatte er noch für die Red Bull Juniors in der Ersten Liga 14 Mal eingenetzt, nun ist er der neue violette Super-Bomber. Weil sein Auslandsengagement beim griechischen zweitligisten Egaleo Athen (ein Tor) nach einem halben Jahr endete.
Und weil er sich im Frühjahr bei Bundesligist LASK (nur fünf Einsätze) nicht wohl fühlte, suchte Vujic eine neue Herausforderung. Ich habe in Salzburg ein Studium begonnen und hatte mit der Austria um Präsident Windischbauer gute Gespräche, meinte Vujic, der sich schnell auf einen Zwei-Jahres-Vertrag mit den Violetten einigte.
Gleich nach dem zweiten Meisterschaftsspiel ist ihm ein Eintrag in die violetten Geschichtsbücher sicher. Denn dieser Sieg ist für die Austria fast gleichbedeutend mit einem Meistertitel - so feierten die Fans noch eine halbe Stunde nach Spielschluss frenetisch.
Zu den befürchteten Ausschreitungen kam es nicht. Die Fans sorgten für eine tolle Stimmung, beließen es bei Verbal-Attacken gegen Red Bull. Und vorm Spiel hatten sie eine Sexpuppe mit Bullen-Trikot an einen Flutlichtmasten gehängt.
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