Mit heutigem Cupspiel wird beim Traditionsklub Austria Salzburg mit Trainer Gustl Kofler eine neue Ära eingeläutet.
"Ja, wir sind zurück und heiß auf das heutige Spiel", so lautet die Kampfansage von Austria Salzburgs neuem Coach Gustl Kofler. Wenn heute um 16 Uhr die lange Durststrecke von 418 Tagen ohne eine unabhängige Austria Salzburg am UFC-Platz ihr Ende findet, lässt das nicht nur das Herz der Fans, sondern auch jenes der Ball-Akrobaten höher schlagen: "Als echter Vollblut-Kicker brauchst du nicht mehr, denn wenn dein eigenes Wort in den Fanrufen untergeht, funktioniert der Rest von ganz allein", schwärmt Austria-Goalie Alexander Trappl.
Bei aller Euphorie bleibt er doch realistisch. "Zwischen uns und Anif befinden sich drei Ligen. Aber wir werden 200 Prozent für eine kleine Überraschung geben."
Auch Koflers Erwartungen sind klar. "Es wird ein hartes, giftiges Spiel, mit der nötigen Fairness." Den größten Feind sieht Gustl aber nicht in Gegner Anif, sondern im Faktor "Zeit". "Wir hatten gerade einmal dreieinhalb Wochen, um einen neuen Kader zusammen zu stellen. Zwei Wochen mehr und Anif hätte uns fürchten müssen."
Ein weiteres Detail verleiht dem heutigen Spiel besondere Würze. Anif-Trainer Thomas Hofer stand 1995 und 1996 unter Gustls Fittichen. "Ich war Trainer bei Puch und der Tomi Stürmer. Ich hoff nur, dass er alles, was ich ihm beigebracht habe, wieder vergessen hat", scherzt Gustl.
Diesen Gefallen dürfte ihm Hofer nicht tun. "Wir wissen genau, wie motiviert die Austria-Spieler sind und werden alles dagegenhalten, um heute als Sieger vom Platz zu gehen", erklärt der Anifer.
Goalie Alex Trappl verlässt sich darum lieber nicht auf mögliche Blackouts, sondern auf seine persönliche Geheimwaffe: Vor dem Spiel gibt's eine Riesenportion Spaghetti mit Tomatensauce.
© Kronen Zeitung.
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