Die 1800 violetten Fans feierten ihre Helden noch weit nach Spielschluss: Austria Salzburg gewann gestern das Westliga-Derby gegen die Red Bull Juniors mit 2:1. Dass dieser Erfolg mehr als drei Punkte zählt, liegt auf Grund der Vorgeschichte auf der Hand. Zum violetten Helden wurde "Doppelpack" Vujic - ein Ex-Bulle.
Erstmals seit der Abspaltung 2005 traf die Austria in einem Meisterschaftsspiel auf Erzfeind Red Bull - und dieser Sieg schmeckte natürlich besonders. "Wir wollten unseren Fans etwas zurückgeben, das ist uns gelungen", meinte Austria-Coach Didi Emich nicht ohne Stolz.
Dabei stockte den 1800 violetten Anhängern im ausverkauften Maxglaner Hexenkessel nach wenigen Sekunden der Atem: Nach Freistoß von Mattes traf Hinteregger per Kopf (2.) zur Juniors-Führung. Aber die Austria drehte die Partie dank ihrem "zwölften Mann" im Rücken und dem neuen Super-Knipser: Marko Vujic, vor zwei Jahren noch Jungbulle, traf zuerst nach Urbanek-Vorarbeit aus kurzer Distanz zum 1:1 (12.). Dann staubte er nach Reifeltshammer Kopfballvorlage zum 2:1 ab (20.).
Das sollte schon die Entscheidung gewesen sein, weil die Juniors ihre spielerische Überlegenheit nicht in Tore ummünzen konnten, bei einem Meilinger-Lattenkracher Pech hatten und sich am starken Austria-Goalie Huber die Zähne ausbissen: Der rettete gegen Aschauer (13., 52.) und Handle (46.) mit Super-Reflexen.
"Wir waren klar besser, aber die Austria hat aus zwei Chancen zwei Tore gemacht", resümierte Juniors-Coach Kovac. Austria-Trainer Emich konterte: "Zur Qualität einer Mannschaft gehört auch der Abschluss."
Noch zu den Fans: Die sorgten im Hochsicherheitsspiel bis weit nach Spielende für super Stimmung, skandierten zwar gegen Red Bull - aber Randale blieben aus.
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