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Austria Salzburg in der Presse
Kurier, 20.09.2010

Wattens tritt doch gegen A. Salzburg an

Regionalliga West: Aus Furcht vor den Fans der Salzburger Austria wollten die Tiroler w. o. geben.

Mit einem überraschenden Ergebnis endete der Sicherheitsgipfel der Regionalliga West am Montag in Innsbruck. Das für kommenden Samstag angesetzte Meisterschaftsspiel der Westliga zwischen der WSG Wattens (nach Verlustpunkten klarer Tabellenführer) und Aufsteiger Austria Salzburg wird nun doch programmgemäß über die Bühne gehen. Die Vorgeschichte: Vor zwei Wochen fasste die WSG Wattens einen Vorstandsbeschluss, wegen Sicherheitsbedenken und aus Angst vor den Fans der Salzburger Violetten im Heimspiel nicht anzutreten, lieber eine 0:3-Strafverifizierung und eine Geldstrafe in Kauf zu nehmen. "Auch wenn wir 12.500 Euro für die Sicherheit in diesem Spiel auslegen, die Verantwortung hätten immer noch wir. Das wollen wir nicht machen", begründete Wattens-Manager Robert Auer. Platzsturm
Die Wattenser sind nämlich gebrannte Kinder: Im Vorjahr kam es beim Cup-Spiel gegen Sturm Graz zu einem Platzsturm durch radikale Wacker-Innsbruck-Fans, die die Bühne für ihren Radau nutzen wollten. "Seit damals stehen wir beim ÖFB unter Bewährung", erklärte Auer.
 
"Dass Wattens nun doch antritt, das habe ich vor der Sitzung nicht hoffen gewagt", bekannte Sepp Geisler, Präsident des Tiroler Fußballverbands. "Austria Salzburg und auch der FC Wacker Innsbruck, dessen Fans eventuell auf Randale mit den Salzburgern aus sind, haben sich bereiterklärt, bei der Durchführung des Spieles mitzuarbeiten, damit das Spiel ruhig über die Bühne gehen wird."
 
Die Sicherheitskosten für Exekutive, Ordnerdienst, Absperrgitter usw. wird Wattens übernehmen. "Unterstützung durch den Verband wird es keine geben, wir sind ja kein Krösus", betonte Geisler.
 
Beim Sicherheitsgipfel in Innsbruck waren nicht nur die drei Landespräsidenten von Salzburg, Tirol und Vorarlberg anwesend, sondern auch die Vereinsvertreter von Austria Salzburg und Wattens, Behördenvertreter sowie Vertreter des ÖFB und des Bundesministeriums für Inneres.
 
Auch wurden weitere Problemfälle angesprochen. Denn Innsbruck untersagte seinen Clubs Union und Reichenau aus Sicherheitsbedenken auf den kleinen Plätzen die Durchführung der Heimspiele gegen die Salzburger Austria, auch Höchst wollte zum Heimspiel nicht antreten. "Da wird es eine Zuschauerkontingentierung von höchstens 200 Fans geben", erklärte Geisler, "nähere Details sollen in einer Sitzung der Regionalliga-Kommission geklärt werden."
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