In der Vorbereitung hielt sich Austria prominenter Stürmer-Neuzugang noch "vornehm" zurück - ein Treffer gegen St. Pantaleon, bei dem er den Ball ins Netz abfälschte, wurde Heli Rottensteiner zugesprochen. Aber zum Landesliga-Start stellte der bald 30-jährige Austria-Heimkehrer sein Licht nicht mehr unter den Scheffel. Alle drei Treffer zum 3:1 in Eugendorf waren erste Sahne, zwei davon machte der Rechtsfuß gar mit links.
Perfekter hätte der Liga-Einstand von Bernd Winkler nicht ausfallen können. Mit seinen drei Treffern in Hälfte zwei in Eugendorf avancierte der Stürmer-Neuzugang, der am 13. August seinen 30. Geburtstag feiert, nicht nur zum Matchwinner für die Austria, sondern lacht nach Runde eins vom Schützen-"Thron".
"In der Vorbereitung waren die Tore nebensächlich. Ich hab mir gedacht, besser ich heb sie mir für die Meisterschaft auf."
Stolz ist Winkler auch darauf, dass er die ersten beiden Tore mit dem linken Fuß erzielte. "Normal ist ja der rechte mein stärkerer, aber wenn die Chance da ist, muss man alles riskieren." Der Erfolg gab ihm Recht, der Ausgleich zum überfälligen 1:1 zwischen Goalie Felber und dem Torpfosten ins linke Kabinett macht ihm so bald keiner nach.
Für die Austria hat sich der Heimkehrer, der zuletzt von 2003 bis 05 in der Quehenberger-Ära das violette Leiberl trug, damit als echter Glücksgriff erwiesen. Dass er sicher lukrativere Angebote aus der Westliga von Grödig und Seekirchen ausschlug und sich nach den Zweitliga-Stationen Altach und Vöcklabruck für seine "alte Liebe" entschied, hat viele Gründe: "Tolles Umfeld, ein Team mit dem Potenzial nach oben, die Überzeugungsarbeit von Stöger und Emich."
Samstag gibt die Austria gegen Henndorf ihre Heimpremiere in der 1. Landesliga. "Da wollen wir natürlich noch extra eins drauf legen." Die Fans wünschen sich Festspiele, der Druck ist groß. "Aber damit kann ich umgehen", ist Winkler um die nächste starke Performance nicht bange. "Wenn ich nicht treffe, macht's ein anderer", weiß der Routinier ein starkes Kollektiv hinter sich. In dem bei 60 Minuten Daueroffensive zum Start in Eugendorf kein einziger Akteur abfiel.
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