Gerhard Stöger, sportlicher Leiter der neuen Austria, spricht über die Geschehnisse der vergangenen Wochen und über die Zukunft.
STN: Herr Stöger, der Abgang von Trainer Gustl Kofler kam für viele überraschend. Auch für Sie?
Stöger: Ehrlich gesagt nicht. Es fehlte schlussendlich die Gesprächsbasis, und es gab zu viele Meinungsverschiedenheiten.
STN: Welche waren das konkret?
Stöger: Die Umstellung auf vier Mal Training in der Woche war einigen Spieler zu viel. Man darf nicht vergessen, dass zahlreiche Kicker im Berufsleben stehen. Die Intensität war ebenfalls zu hoch. Nach einer 45-minütigen Aussprache mit dem Team war klar, dass Gustl diese nicht mehr erreicht, und er hat daher sein Amt niedergelegt.
STN: Sie werden nun bis Saisonende die Austria interimistisch trainieren. Wann wird der neue Coach präsentiert?
Stöger: Wir lassen uns bewusst Zeit und werden aus einem Pool von maximal vier Kandidaten entscheiden. Das wird sicher noch ein bis zwei Monate dauern. Wichtig ist neben der sportlichen Kompetenz, dass er in das Bild der Austria passt und sich mit dieser identifiziert.
STN: Eine weitere Überraschung war der Abgang des bisherigen Präsidenten Moritz Grobovschek, der alle Ämter zurückgelegt hat.
Stöger: Das hat mich wirklich überrascht. Aber es war Tatsache, dass wir im Bereich Marketing und Sponsoring nicht die Schritte gemacht haben, die möglich gewesen wären. Daher haben wir auch Gernot Blaikner, der bereits bei der alten Austria mitgewirkt hat, ins Boot geholt. Er besitzt gute Kontakte und kann wertfrei agieren, weil er keiner Fangruppierung angehört. Wir wollten, dass Blaikner neuer Obmann wird und Moritz sein Stellvertreter. Das hat Moritz aber schlussendlich abgelehnt.
STN: Gibt es noch weitere Baustellen bei der Austria?
Stöger: Wir müssen die Infrastruktur verbessern, neue Trainingsmöglichkeiten für unseren Nahwuchs finden und auch die Qualität der Jugend-Trainer steigern. Dann befinden wir uns auf einem sehr guten Weg.
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| Die Geschichte der Salzburger Austria - von 1933 bis heute. |










