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Austria Salzburg in der Presse
Salzburger Nachrichten, 27.07.2010

Wochen der Wahrheit für Austria Salzburg

Anpfiff. Mit einem Cupspiel gegen Neumarkt beginnt für die Violetten eine neue Zeitrechnung.

Vier Meistertitel in Folge hat die Salzburger Austria zuletzt gefeiert. Nach dem Durchmarsch von der 2. Klasse bis in die Westliga dürfte nun jedoch Schluss sein mit den Seriensiegen. Ziel der Violetten sei es, sich in der Regionalliga zu konsolidieren, meinte Obmann Walter Windischbauer – sowohl sportlich als auch wirtschaftlich.

Die Saison beginnt für die Austria am Samstag mit einem Auswärtsspiel gegen die Altach Amateure, eine Woche später steht das prestigeträchtige Duell mit den Juniors von Red Bull Salzburg auf dem Programm. Die „Wochen der Wahrheit“ beginnen für den Stadtklub aber schon heute, Dienstag, in der ÖFB-Cup-Vorrunde gegen Neumarkt. „Das Ziel lautet Aufstieg. Wir wollen in die Hauptrunde“, sagte Trainer Didi Emich, der auch in der Westliga auf bedingungslosen Offensivfußball setzt und in Marko Vujic den lang ersehnten Toptorjäger vermutet.

Von einem neuerlichen Titelgewinn spricht bei der Austria dennoch niemand. „Der Schritt von der Landesliga in die Westliga ist ein großer. Generell bin ich aber sehr positiv gestimmt“, sagte Emich, dem mit Helmut Rottensteiner ein noch aktiver Spieler als Co-Trainer zur Seite steht. Wolfgang Würnstl komplettiert das Betreuerteam.

Auch der Vorstand startet ambitioniert in die neue Saison – mit einem neuen Stadionnamen (My-Phone-Austria-Stadion), einem neuen VIP-Klub (Club 33) und einem Obmann Walter Windischbauer, der seine Tätigkeit beim Strafausschuss des Salzburger Fußballverbands nach zehn Jahren niedergelegt hat. Nachfolger ist Wolfgang Neubacher.

Darüber hinaus wird bei der Austria der Bau einer Zusatztribüne für 800 Stehplätze immer konkreter. Standort ist jedoch nicht wie geplant auf der Nordseite der ASKÖ-Sportanlage (Grünlandschutz), sondern auf der gegenüberliegenden Seite. Allerdings wäre dann der Trainingsplatz nicht mehr bespielbar. Die Stadtpolitik wolle sich um einen adäquaten Ersatz für die 220 Nachwuchskicker kümmern, meinte Windischbauer. Die Kosten für die Tribüne in Modulbauweise betragen rund 50.000 Euro.
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