02.04.2014

RLW–Kommission beschließt „Geisterspiel“ im Rundruf (!)

Wie uns erst jetzt bekannt wurde, hat die RL-West-Kommission am 31.3.2014 im telefonischen Rundruf-Verfahren (!) mehrheitlich beschlossen, das Spiel der RL West zwischen FC Wacker Innsbruck Amateure und SV Austria Salzburg am 12.4.2013 unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Tivoli-Stadion (Hauptspielfeld) auszutragen. Den Antrag hatte der FC Wacker Innsbruck Amateure am 24.3.2014 gestellt.

Der SV Austria Salzburg protestiert mit aller Entschiedenheit gegen diesen Beschluss und wird unverzüglich dagegen beim Rechtsmittelsenat des ÖFB berufen.
 
Zunächst weist der SV Austria Salzburg darauf hin, dass er im Vorfeld der Entscheidung nicht informiert oder eingebunden wurde. Erst dem Text der Entscheidung vom 1.4. ist zu entnehmen, dass der FC Wacker Innsbruck Amateure am 24..3.2014 überhaupt einen Antrag an die Regionalliga-Kommission gestellt hat. Bis heute wurde dieser Antrag dem SV Austria Salzburg nicht zugestellt und auch nicht mitgeteilt, was genau der Inhalt des Antrages ist. Dem SV Austria Salzburg wurde keinerlei Möglichkeit eingeräumt, zu diesem – ihm bis dato nicht zugestellten und daher nach wie vor unbekannten - Antrag Stellung zu nehmen.
 
Somit wurde gegen den allgemein anerkannten Grundsatz „audiatur et altera pars“ verstoßen.
 
Mit dem oben genannten Beschluss ist eine massive Wettbewerbsverzerrung verbunden. Die Unterstützung seiner zahlreichen Fans und Anhänger ist ein entscheidender Faktor auch für den sportlichen Erfolg des SV Austria Salzburg.
Für das Regionalliga-Spiel am Innsbrucker Tivoli am 12.4. konnte mit einer quantitativ und qualitativ bedeutenden Unterstützung der Fans und Anhänger des SV Austria Salzburg gerechnet werden.
 
Fällt dieses bei einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit weg, kommt es zu einem bedeutenden Vorteil für jene Mannschaft, die nur auf eine geringe Unterstützung seiner Anhänger rechnen kann.
 
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegt der SV Austria Salzburg vier Punkte vor dem vermutlich einzigen Rivalen um den Meistertitel, der WSG Wattens.
 
Wenn man diversen Medienberichten Glauben schenken kann, wollte der SV Wacker Innsbruck Amateure sein Heimspiel gegen den SV Austria Salzburg aus Kostengründen von Anfang an nicht im Tivoli-Stadion in Innsbruck, sondern an einem anderen Ort austragen. Dieses Vorhaben soll am Einspruch der WSG Wattens gescheitert sein, die in einer solchen Verlegung einen Wettbewerbsvorteil der SV Austria Salzburg vermutete.
 
Mit dem nunmehrigen Beschluss auf Ausschluss der Öffentlichkeit greift die Regionalliga-Kommission unzulässigerweise in den laufenden sportlichen Wettbewerb zuungunsten des SV Austria Salzburg und zugunsten des FC Wacker Innsbruck Amateure und damit mittelbar zugunsten der WSG Wattens ein.
 
Das ist umso befremdlicher, als mittlerweile auch Funktionäre des FC Wacker Innsbruck kein Hehl daraus machen, dass es „für den Tiroler Fußball“ darum ginge, Wattens „Schützenhilfe“ für den möglichen Aufstieg zu leisten. Wacker-Präsident  Josef Gunsch in der Tiroler Tageszeitung vom 2. April 2014: „Für den Tiroler Fußball wäre es wichtig, wenn Wattens aufsteigen würde.“
 
Vor diesem Hintergrund appelliert der SV Austria Salzburg an die sportliche Fairness der RL-West-Kommission, nicht zugunsten eines Vereins oder eines Landesverbandes in den sportlichen Wettbewerb einzugreifen. Gleichzeitig beantragt der SV Austria Salzburg die ersatzlose Aufhebung des Mehrheitsbeschlusses der RL-West-Kommission vom 31.3.2014.
 
Sollte der Beschluss aufrecht bleiben und das Spiel am 12.4. unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, wird der SV Austria Salzburg zum Spiel am 12.4. 2014 nur unter Protest antreten.
 
Der Vorstand des SV Austria Salzburg