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Schiri gibt grünes Licht: Es wird gespielt!
06.08.2010

Schiri gibt grünes Licht: Es wird gespielt!

Nach der Platzgehung von Schiedsrichter Hochstaffl um 16:45 ist es fix: der Schlager Austria Salzburg gegen RB Juniors kann wie geplant heute um 18:30 Uhr angepfiffen werden.

Samstag: Austria Salzburg empfängt RB Juniors
 
Gespannt betrachtete die violette Fangemeinde die Auslosung zur Westliga Saison 2010 /11, wobei ein Spiel ganz besondere Aufmerksamkeit erhielt, jenes gegen die Jungbullen aus Salzburg – Kleßheim. Der Zufall und die Losfee wollten es so, dass dieses brisante Duell gleich den Auftakt zur violetten Heimsaison bildet. Nach gutem Saisonstart mit einem entführten Punkt aus Altach, sollen diesmal die vollen Punkte eingefahren werden.
 
Alle Beteiligten wissen es, ein normales Fußballspiel wird das wohl kaum werden. Nicht einmal der Begriff „Derby“ kann beschreiben was hinter dieser Begegnung SV Austria Salzburg – RB Juniors steckt. Viele Duelle prägen seit über einem Jahrhundert den Fußballsport, etwa das Liverpooler Merseyside-Derby oder das Old Firm aus Glasgow, in diese Reihe an emotionalen Begegnungen wird sich nahtlos das Spiel Tradition vs. Kommerz anschließen. Natürlich ist der geschichtliche Rückblick nicht so weitreichend wie andernorts, deswegen jedoch nicht weniger interessant. Eine Getränkemarke aus Fuschl übernahm einen Traditionsverein, löschte diesen aus und muss nun erstmals am sportlichen Spielfeld dem wieder auferstandenen Verein gegenübertreten. Auf der einen Seite viel schweißtreibende Arbeit um von der letzten Spielklasse nun zurück an den Rand des Profifußballs zu kommen, auf der anderen Seite ein Klub unter Obhut eines potenten Geldgebers, der sich über Nacht zum nationalen Serientitelanwärter wandelte.
 
Für den Coach der Juniors, Nico Kovac, ist es „ein Spiel wie jedes andere“, was nicht nur der violette Anhang wohl geschlossen verneinen würde, sondern auch Austrias neuer Topstürmer Marko Vujic: „Das ist kein Spiel wie jedes andere, das kann man nicht so sagen.“ Auf die Akteure am Feld wartet ein brodelnder Hexenkessel in Maxglan, besonders nachdem das Ansuchen einer Ausnahmegenehmigung für 1800 Zuschauer für diese Partie einen positiven Bescheid bekam. Natürlich ist es ein ganz besonderer Leckerbissen für alle Fans, Funktionäre und sonstige Sympathisanten der Salzburger Austria, endlich dem Verein aus der Vorstadt zu zeigen, wer in Fußball-Salzburg die (kurzen) Hosen an hat.
 
Aus dem Spielerlager hört man zuversichtliche Töne, man freut sich auf das Spiel und traut sich einiges zu, wie Nico Mayer: „Wir sind gut drauf, haben Selbstvertrauen und haben so sicher gute Chancen für Samstag.“ Zuversichtlich wirkt auch Coach Emich, wenngleich er auf einige Spieler verzichten muss. Gesperrt sind Schmidt und Oberauer nach den Ausschlüssen von Altach, somit fehlt die komplette Innenverteidigung. Bernd Winkler ist nach seiner Verletzung noch nicht zu 100% fit und wird aller Voraussicht nach auch im ersten Meisterschaftsheimspiel noch zuschauen müssen. Im Gegensatz zu den bisherigen Saisonspielen, kann auf die wieder gesundeten Borozni und Federer sowie Mario Milic zurückgegriffen werden. Während Borozni bereits Erfahrung in diesen Ligasphären hat, betritt der (noch immer) junge Federer fußballerisches Neuland. Bleibt zu hoffen, dass er es wie in den vergangenen Jahren schafft, sich mit der Mannschaft und Liga zu steigern, um auch in der Westliga eine Schlüsselrolle in der violetten Mannschaft zu spielen. Wieder mit dabei ist nach abgesessener Sperre auch Florian Hirsch, der hoffentlich als Spieler erneut zur Höchstleistung aufläuft, nachdem er im Ländle auch seine Supportbezogenen Fähigkeiten voll unter Beweis stellte. Durchaus darüber im Klaren welch Brisanz dieses Spiel mit sich trägt, will Emich die (Über-) Motivation seiner Truppe etwas bremsen und spricht von „einem von 30 Bewerbsspielen“.
 
Auch an die Übermotivation mancher Zuseher sei mit der Bitte gedacht, Alkoholkonsum sowie eventuelle Aggressionen gegenüber individuellen Feindbildern im Zaun zu halten, was nicht einem Verbot für das Zeigen von Emotionen gleichkommt, nur einer Bitte nach Vernunft und Anstand. Nach dem vorbildlichen Verhalten in Altach, wünscht man sich ein solches Fest auch auf heimischem Terrain, wobei die Ordnungskräfte, wenn überhaupt, sicher mehr in die Richtung Deeskalation agieren werden als in Vorarlberg.
 
Eine Zusatzinformation betrifft die Zuschauerparkplätze: Der Austria ist es gelungen mit Hilfe des SN- Parkplatzes neue Stellplätze zu sichern, auf diesem befinden sich die reservierten Parkplätze für die Mannschaften, Funktionäre, Club.33 und Förderabobesitzer.
 
Anpfiff ist am Samstag um 18:30.
 
Zum Vorbericht auf violett.tv
 
 
Achtung! Es gibt nur mehr Restkarten für den Sektor B, die Tribüne ist bereits ausverkauft.
 
Reservierte Karten für beide Sektoren können bereits heute, Freitag, von 17 bis 18:30 Uhr in der Geschäftsstelle abgeholt werden; ansonsten am Samstag bis maximal eine Stunde vor Spielbeginn.


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