Entgegen unserer eigenen Bilanz mit dem VfB Hohenems, der uns eher in Maxglan schonmal das Wochenende vermiest hat, überzeugen die Vorarlberger in dieser Saison mit herausragender Heimstärke. Trotzdem wollen wir am Samstag schaffen, was Imst dort im November verpasst hat.
30 Tonnen Beton, 500 Tonnen Kies, dreieinhalb Tonnen Stahl, 40 Kubikmeter Holz und ein Jahr Zeit: Das sind die Eckdaten des aktuellen Großprojekts im Herrenriedstadion zu Hohenems. Die VfB-Familie werkt fleißig an der Weiterentwicklung ihres Traditionsvereins. Mit veranschlagt 2.500 ehrenamtlichen Baustunden will man bis Frühjahr 2026 in Eigenregie einen neuen Gebäudeteil für die Vereinsinfrastruktur hochziehen – Flugdach samt Lager. Die Müllentsorgung etwa soll dann hier vonstattengehen, das Trikotlager wird darin Platz finden, so wie vieles mehr aus des Zeugwarts Reich.

Upgrades für den Aufstieg
„Schaffa“ tut man im Ländle kontinuierlich, frei von Druck. An zwei fixen Wochentagen geht’s voran auf der Baustelle – steter Tropfen höhlt den Stein. Zur Gelassenheit beizutragen wissen frühere Projekte, die erfolgreich abgeschlossen wurden: Seit drei Jahren prostet man sich in der schmucken VIP-Lounge zu, gleichzeitig gab’s aus dem Kommunalhaushalt 50.000 Euro für eine neue Beschallung im traditionsreichen Stadion.
Nur nicht zu viele neidvolle Seitenblicke, Austrianer – wir haben noch gar nicht hinreichend darüber berichtet, wie sehr sich auch bei unserer Infrastruktur eine ganze Menge getan hat in den letzten Monaten. Anders als im zweitkleinsten Ländle-Städtchen ist bei uns aber zwangsläufig Druck am Kessel, der die Entwicklungen mit antreibt.

Vollsprint im Fernduell
Grund dafür ist die sportliche Gunst eines Bundesliga-Aufstiegs in Griffweite und eines mitreißenden Fernduells, dem sich spätestens jetzt im Frühjahr keiner mehr entziehen kann. Dieses hat in der Vorwoche gleich wieder Fahrt aufgenommen, es verspricht Dramatik pur und bestimmt keine Zeit zum Luftholen.
Angepeilt ist daher nichts sonst als ein Sieg, so schwierig das auch werden könnte beim aktuell Fünften in der Tabelle. Gelungen ist das den Violetten bislang nur einmal in drei Spielen, wenngleich wir noch ungeschlagen sind im Emser Herrenried. Im November sind selbst die starken Imster nicht über ein Remis bei den Blau-Gelben hinausgekommen – die Steinböcke umzustoßen könnte also genau unser Faktor für den Aufstieg werden.

If we can make it there, we’ll make it anywhere
Zumal das unseren Jungs schon in der Hinrunde bestens gelungen ist. Das 5:2 Mitte August gegen den amtierenden Vizemeister war das erste große Ausrufezeichen dieser Saison. Mit dem Brasilianer Neto haben die Grafenstädter außerdem einen ihrer Ehrentorschützen von damals im Winter nach Liechtenstein abgegeben. Die ansonsten weitestgehend unveränderte Truppe von Werner Grabherr startete letzte Woche unglücklich in die Frühjahrssaison, kassierte bei Nachbar Röthis tief in der Nachspielzeit den 2:2-Ausgleich durch einen Elfmeter.
Unterdessen setzt der VfB aber ohnedies voll auf seine Heimstärke. Die Zahlen legen es nahe: Daheim holte man mit 20 mehr als doppelt so viele Punkte als auswärts (8), wo man in einer entsprechenden Tabelle derzeit abgeschlagen auf Platz zwölf läge.
Dazu trägt die Emser ihr Teamgeist, wie man gerne verlauten lässt. Der wurde jüngst beim Bowlingspielen gestärkt. Zurück auf dem Fußballplatz, macht das Gebotene in der Heimtabelle immer noch Platz drei – den VfB im eigenen Revier umzukegeln dürfte also nochmal eine deutlich schwierigere Aufgabe darstellen.


Punkte erbeuten, Städtchen entdecken: Die Hohenems-Auswärtsfahrt kann auch mit einer flotten Sightseeing-Runde aufgewertet werden. Links der Blick auf den Schlossberg vom Innenhof des Renaissancepalasts, rechts eine Miniatur der Burgruine Alt-Ems, die dort oben zu finden ist. (c) ChrisTEXT.com
Bis an die Grenze gehen!
Ersehnte „Good News“ von der viel zu langen Verletztenliste gibt es derzeit noch keine. Immerhin zum kommenden Heimspiel dürfte sich das Lazarett dann aber lichten und unser verfügbarer Kader hochkarätig Verstärkung erfahren.
Umso entschlossener kann sich unser bärenstarkes „Winning Team“ vom Auftaktmatch jetzt beim VfB Hohenems an die Aufgabe machen und die Glanzleistung in der Fremde bestätigen.
Austrianer, dabei wollen wir unsere violett-weißen Wettkampftypen auf keinen Fall alleine lassen! Was für eine schöne Begegnung zweier Traditionsvereine, Westliga pur – begleiten wir unsere Mannschaft dorthin, wo es zu Fuß kaum eine Viertelstunde bis zur Schweizer Grenze ist! Denn für die volle Ausbeute müssen wir, getreu dem Spieltagsmotto, schon gemeinsam …
Alles reinhauen an den Rheinauen!
Text: Christoph Fazekas – ChrisTEXT.com
>> Spielbeginn ist um 15:00 Uhr <<

Die Ausfälle
Liste exklusive Langzeitverletzter
- Fabian Windhager – Bruch des Mittelhandknochens, 1-2 Wochen Pause
- Aaron Boold Volkert – Doppelter Bänderriss im Knöchel, 1-2 Wochen Zwangspause
- Sebastian Aigner – Verdacht auf Bänderriss, 1-2 Wochen Pause
- Joey Zottl – Meniskuseinriss samt OP, fehlt 2-3 Wochen
- Tobias Moser – Hinteres Kreuzband eingerissen, vorderes gezerrt, 5-7 Wochen bis Comeback
Stahlend sonnig der Spieltag, strahlend Fassade und Innenbereich …

Live vom Spieltag: Unser WhatsApp-Kanal tickert schnell und zuverlässig – zusätzlich: Die heiße Schlussphase LIVE auf LaOla.Viola, der violetten Welle am Samstagnachmittag
Keine Gelegenheit, die Austria selbst vor Ort zu pushen? Dann pushen wir dich: Abonniere den WhatsApp-Kanal von Austria Salzburg, mit dem du am Spieltag nichts verpasst! Alle Tore, alle wichtigen Spielereignisse – sei informiert, bleib inspiriert, dann bist du fürs nächste Mal heiß, wieder selbst ins Stadion zu kommen!
Noch mehr vom Flair: Die letzten 19 Minuten plus Nachspielzeit sind wir dann wieder live drauf via Podbean (runterzuladen über die gängigen App-Stores, der Podcast funktioniert aber auch direkt über den Link), diesmal also ab ca. 16:30 Uhr. Die Audio-Liveübertragung gibt’s ab Sonntag auch zum Nachhören, eingebettet im Nachbericht hier auf unserer Website oder immer griffbereit – dazu einfach unseren Austria Salzburg Podcast-Kanal abonnieren!
Anfahrt
Markus-Sittikus-Strasse 8, 6845 Hohenems
Besonders günstig gelegen ist das „Herrenried“ für eine Anreise mit dem Zug: Vom Bahnhof Hohenems sind es nur 750 Meter bzw. zehn Minuten Fußweg in besagten Stadtteil zum gleichnamigen Stadion.











