LaOla.Viola, die violette Welle zum Nachhören:
3:40 Rückblick auf das 1:0 // 11:20 Arbeitsunfall in Dornbirn // 13:20 Austria zwischen zweimal Röthis // 19:00 Nachspielzeit // 23:05 Endstand 1:0-Auswärtssieg // 27:00 Interviews mit Sorda, Kalman, Windhager, Salva, Daniel Düsenflitz // 38:30 Muss Dornbirn absteigen?
Viele, viele Violette sind mitgereist, nur das flaue Bauchgefühl ist daheimgeblieben – mit meisterlichem Mindset standen unsere Fußballgötter dem Wettergott nicht nach und gestalteten zu unserer letzten Auswärtsreise in dieser Saison einen rundum perfekten Samstag.
Das Gefühl, dass dieses Spiel der vorletzten Runde Teil zwei des am Donnerstag begonnenen Doppelpacks sein würde, stellte sich erst gar nicht ein im frühsommerlichen Dornbirn. Schon allein das Kaiserwetter sorgte für gänzlich andere Eindrücke als noch vor 48 Stunden: Leichte Ländle-Luft nur knapp unter der 30-Grad-Marke, sanfte Sonnenstrahlen und die befreiende Weite der Bodenseeregion – vergessen das Engegefühl der Grünau, gänzlich andere Eindrücke in vielen Facetten.
Mit Köpfchen gespielt, dank Köpfchen gewonnen
Fast nur das Blaue vom Himmel zeigte auch unsere Mannschaft, die Lust statt Laster versprühte und den Donnerstag darstellte als wäre da nie etwas gewesen. Das Hochgefühl dieses Tages ging über in eine hochkonzentrierte und permanent engagiere Leistung, für die sich die Violetten bald belohnten. Wie einst Tomislav Kocijan in der Champions League bei Ajax Amsterdam und wie so oft in der jüngeren Vergangenheit wurde unser Kleinster zum Größten:
Auf René Zia hatten die Rothosen bei einer Ecke alle vergessen. Unser Sechser spekulierte, lauerte am langen Pfosten erwartungsfroh auf den Ball und agierte kontrolliert und handlungsschnell, als dieser tatsächlich über die vielen „Luftstreitkräfte“ beider Lager hinweg zu ihm kam, der dann im Stile eines erfreuten Dritten zur Führung köpfelte.

Kommt einmal zugerannt Herbály, dann wünsch den „Kali“ dir herbei!
Die Austria blieb daraufhin konsequent aufmerksam und besonders bis zur Pause auch sehr engagiert am Drücker. Um ein Haar wäre sich aus dem initiativen Spiel heraus ein Abpraller zum zweiten Treffer ausgegangen, Dornbirns beste Chance in der ersten Halbzeit war ein sehr gut angetragener Freistoß.
Die Führung von Imst in Bischofshofen hatte sich schnell herumgesprochen, das Drohszenario im Fernduell wurde schlagend – und konnte der Leichtigkeit des Leaders genau gar nichts anhaben.
Wenngleich die Rothosen unserer Mannschaft auch nach Seitenwechsel einiges aufgaben. Von Schonung fürs VFV-Cupfinale keine Spur bei den Männern von Eric Orie, die’s hochprofessionell angingen und vor der stolzen Kulisse von 1.500 Zuschauern ihrerseits überzeugen wollten.
Trotz superkonzentriertem, diszipliniertem Spiel entwischte unserer Verteidigung der angesagte Gefahrenherd Herbály in einer Situation, stürmte allein aufs Tor und nötigte Schlussmann Kalman eine sensationelle Fußabwehr ab – eine Glanztat von „Kali“, welche die knappe Führung sicherte als ein einziges Mal ins offene Messer gerannt wurde.

Dornbirn drohte – Austria hielt stand
Im Finish hieß es noch vereinzelt durchpusten; ein, zwei Mal, als den Gastgebern etwas zu viel Raum in aussichtsreichen Schusspositionen gelassen wurde. Am Ende der vierminütigen Nachspielzeit war aber die Gesamtdarbietung belohnt. Dornbirn drückte nicht zwingend, aber Dornbirn drohte latent – bis zum Schluss. Nicht jede Halbchance vereitelt einem das Zu-null, nicht an jedem Tag, nicht diesmal.
Auswärtssieg in Dornbirn, verbissen erkämpft, vollkommen verdient und zusätzlich forciert von Fortuna – so wird man für gewöhnlich Meister. Dass es der finale Akt noch nicht gewesen sein konnte, war – ganz ohne Liveticker in der Tasche – der Stimmung nach Spielende ganz leicht abzulesen: Keine Ekstase, aber eine Art von Erleichterung, wie sie kaum in Worte zu fassen ist. Gelöste Gesichter, gefeierter Goldtorschütze, ziemliche Zuversicht dank Zia, und durchaus: abgeschüttelte Angst, es könnten hier und heute zur Unzeit nochmal die oberen beiden Plätze getauscht werden.
Das ist nicht passiert. Das passiert nicht mehr. Ein Schritt ist noch zu gehen.
Maxglan macht den Meister!
Text: Christoph Fazekas – ChrisTEXT.com

Die weiteren Ergebnisse der 29. Runde:
- Bischofshofen – Imst 0:2
- Hohenems – Saalfelden 6:0
- Wals-Grünau – Kuchl 3:1
- Altach II – Lauterach 3:0
- St. Johann – Reichenau 0:3
- Schwaz – Röthis 3:0
- Kufstein – Kitzbühel 1:2











