Honeymoon oder Hütteldorf? Mit Phasen, Flow und Schmäh in die Sonntagsmatinee

14. August 2025

Nach der Soirée auf der Hohen Warte nun also die Matinee in Maxglan – der Job vermeintlich lösbarer, wird nur die Frage allmählich drängender: Retten wir den Saisonstart und haben es auch nach High Noon noch mit Honeymoon zu tun?

Drei Pflichtspiele ist sie erst alt, die in Wahrheit doch junge Saison 2025/26, aber nach Cup und je einem Liga-Heim- und -Auswärtsspiel ist die schreibende Zunft schon fleißig am Analysieren. Absolviert gerademal die Hälfte der Strecke bis zur ersten Länderspielpause, rollen auch schon die ersten Stärke-Schwäche-Gegenüberstellungen von der Presse, zusammenfassendes Urteil am Beispiel SN: „Violetter Aufsteiger hat noch Nachholbedarf“.

Vom Anschreiben und Abschreiben

Man kann den Einordnungen auch gar nicht widersprechen, muss sie bloß ihrem Charakter der Momentaufnahmen zuführen. Denn speziell die Fehleranfälligkeit, bezogen auf einzelne Situationen, hat ein schnelles Anschreiben verhindert, welches gleich in Runde eins durchaus möglich war.

Jener Mann, der da noch den Elfmeter herausgeholt hat, fehlt jetzt aber: Moritz Eder hat sich einen Syndesmosebandriss zugezogen und fällt ebenso wie Fabian Windhager wohl den gesamten Herbst aus – Letzteren hat ein Außenbandriss im Knie erneut unsanft abgeworfen.

Tolga Günes ist einer der Hoffnungsträger, der zur Verfügung steht am Sonntag. Foto: GEPA pictures/ Armin Rauthner

SWOT the f*** – let’s find the flow!

Für uns ist es noch nicht die Zeit, uns mit Zwischenanalysen aufzuhalten. Denn wirklich Aussagekraft wird in Anbetracht unserer Möglichkeiten und Ziele just diese Partie am Sonntag haben. Dann wird sich auch zeigen, ob Christian Schaider an der neuen Dreierkette festhalten wird oder zurück auf Viererkette umstellt, womit schon kokettiert wurde.


Christian Schaider

„Wir werden am Samstag zur selben Uhrzeit trainieren, damit wir vom Biorhythmus her gut vorbereitet sind fürs Sonntagsspiel um 10:30 Uhr und mit voller Wucht Fußballspielen können.“

– Christian Schaider, Cheftrainer

Eben unser Trainer hat ja schon letzten Freitag, vor dem Vienna-Spiel, in einem Krone-Interview den Ausblick aufs nun bevorstehende Match gewagt und im Hinblick darauf vom ersten Muss-Zähler gesprochen. Ein Erfolgserlebnis, das in den Flow bringen könnte – dafür werden unsere Jungs alles geben.

Tragischer SCR

Alles und noch viel mehr versucht Rapid ganz verbissen, und zuweilen schon etwas verzweifelt, um im Rahmen ihrer „Mission 33“ die seit 2008 andauernde Titellosigkeit endlich zu beenden. Siebzehn Jahr’, Titel rar, so steht auch kein großer Name vor der Tür: Voreilige Fans mussten sich schon um Entfernungsmittel für ihren Trikotaufdruck bemühen, weil aus der ersehnten Arnautovic-Verpflichtung doch nichts wurde. Müllern tut’s auch nicht, die Bayern-Legende ist in Vancouver, und bei Rapid „kana da“: auch nicht Ex-Bulle Selke, den’s an den Bosporus gezogen hat.

In Sachen Blockbuster-Transfers, die wirklich Musik machen, sind unsere „True Colors“ den Grünen also tendenziell voraus. Aber wir haben dann doch einen spannenden Akteur in den Reihen der Hütteldorfer ausmachen können, der uns sogleich zur zweiten Mannschaft führt, gegen die wir’s im Sonntagsspiel zu tun bekommen:

Sturmtank und Schmähbruder

Philipp Moizi nämlich, die Nummer 39 im Dress der Grün-Weißen. Philipp ist Sohn von Comedy-Hirte Peter Moizi, den viele auch als Krone-Sportchef kennen. Vergangenen September debütierte der Nachwuchsnationalspieler bei Rapid II in Liga zwei, der Premiere gegen die Vienna folgten immerhin sieben weitere Einsätze des erst Ende Mai volljährig gewordenen Stürmertalents.

Des Papas Schmäh hören wir im Ö3-Wecker, Sohn Philipp Moizi hat Spielwitz auf dem Rasen aufzubieten. Foto: GEPA pictures/ Matthias Trinkl

Um nochmal zurückzukommen auf Papa Peter, seines Zeichens auch leidenschaftlicher Trikotsammler und kongenialer Stimmenimitator: Der hat in seinem Parodien-Portfolio neben Promis wie Wolfgang Ambros und Claudia Stöckl, Politikern wie Werner Kogler und HC Strache, Sportlern wie Thomas Muster und Alex Wurz, und Fußballern wie Herbert Prohaska und Andi Herzog, noch einen anzubieten: Marko Arnautovic, den der Gute-Laune-Mann aus dem Ö3-Wecker zumindest im Schmäh ja doch jederzeit in den Westen Wiens führen kann.

Auf ein Rapid-Leiberl dieses 7ers müssen auch diese beiden Herren weiter warten. Mit Michael Niederer und Peter Moizi fragen sich vor dem Prestigeduell aber auch die Trikotsammler von Violett- und Grün-Weiß, welche ihrer Mannschaften denn am Sonntag Punkte sammeln wird. (c) salzburg-trikots.at

Dance into the light

Damit wir Rapid getreu der Moizi-Kolumne am Wochenende das „Stopplicht“ stellen können, müssen wir aber alle ausschalten, die gefährlich werden können im grün-weißen Trikot. Der Vorjahreszwölfte ist mit zwei Remis in die Saison gestartet; nach dem späten Ausgleich, den man in Bregenz kassiert hat, stand einem verdienten Heimdreier gegen Liefering in der Schlussphase nur die Innenstange im Weg.

Unser letztes Aufeinandertreffen mit einer Rapid-Mannschaft ist übrigens gar nicht so lange her: Das Duell der Special-Needs-Teams von Austria Salzburg und Rapid Wien entschieden im September 2023, im Strafraum vor der „Curva Viola“, die Wiener mit 3:1 für sich – davor und danach unser Trost: das 9:0 gegen Rankweil zum 90. Vereinsgeburtstag mit dem finalen Treffer in der 90. Minute.

Da wurde der Frühschicht noch was übriggelassen – jubeln wir in der Maxglaner Mittagssonne über drei Punkte? Foto: GEPA pictures/ Armin Rauthner

So viel Kitsch ist diesmal nicht zu erwarten – doch wenn wir nur die Honeymoon-Phase noch ein kleinwenig länger strecken und Wien-West-Hütteldorf im heißen Tanz eine „Mission (19)33“ violetter Art verpassen könnten …
Denn nach dreimal Baccara-Boogie bei der Vienna wünschen wir uns jetzt einen Triumphmarsch über die Wiener – mit dem wir, frei nach Collins Vater, endlich rein in helleres Liga-Licht tanzen würden.

Come dance with me!

Text: Christoph Fazekas – ChrisTEXT.com | Fotos: GEPA pictures

Anstoß 10:30 Uhr // Ran an die letzten Karten!

Alle um Neune!

Knackige Weißwürscht’, resche Brez’n und auf der „Wiesn“ alles nach Maß?

München einen Monat voraus – genießen wir den Rahmen zu diesem Spiel auch zur ungewohnten Uhrzeit!

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Druckvoll ins wichtige Heimspiel!

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