Harter Fight, verdienter Sieg – 3:1 gegen den SV Bürmoos

Nach vielen kleinen Schritten, teils auch Rückschritten, war vor dem Spiel klar: Gewinnen wir es, dann schaffen wir diesmal einen großen Schritt und es gibt „Big Points“ fürs Verteidigen des Aufstiegsplatzes. Die Hürde versprach aber, eine hohe zu werden, kam doch Gegner Bürmoos mit einer stolzen Serie im Gepäck nach Maxglan.

Unsere Verfolger ließen diesmal schon am Freitag Punkte liegen, was den ganz großen Druck etwas abschwächte. Kuchl kam in Altemarkt über ein 1:1 nicht hinaus, Neumarkt zog mit einem 0:1 in Adnet gar ohne Punkt von dannen. Die Austria hatte also die Gelegenheit, sich abzusetzen. Für den großen Schritt in Richtung Eliteliga hielt der Spielplan aber auch eine große Aufgabe bereit. Mit Bürmoos hatten wir den klaren Spitzenreiter der Formtabelle zu Gast, fünf Siege und ein Remis im Frühjahr, das Debakel beim SAK von Ende Oktober als bislang letzte Niederlage – auch wenn Jubilar Nico Mayer im Nachgang der Partie den eigenen Fokus unterstrich und sagte, von alldem nichts mitbekommen zu haben: man musste gewarnt sein.

Was immer Nico gestern gesagt hätte, man hätte ihm Recht geben müssen. In seinem x-ten Frühling bei unserem Verein verhilft er der Mannschaft, dass es allmählich auch im Kollektiv anläuft und wir im letzten Saisondrittel nochmal eine punktebringende Blütezeit in Violett erleben dürfen. Dazu passt, dass er die Austria in seinem 300. Pflichtspiel auf die Siegerstraße brachte und zum „Man of the match“ in einer besonders wichtigen Partie avancierte.

Die Unerfüllte – viel Invest, wenig Ertrag in Hälfte eins

Die Austria zeigte sich von Beginn an stark verbessert im Vergleich zur Vorwoche. Sofort wurde die Initiative ergriffen und aus dem flotten Spiel ergaben sich gute Tormöglichkeiten. Etwas Präzision im Abschluss und ein gewisses Selbstverständnis fehlte zur Führung. Die gelang Bürmoos nach einer knappen halben Stunde per Kopf nach einem Eckball, Bergmüller stellte entgegen dem Spielverlauf auf 0:1 (28.). Die Austria zeigte sich davon unbeeindruckt, machte stark weiter und Nico Mayer klopfte mit einem Kunstschuss erstmals richtig an. Bürmoos hatte großes Glück, dass der Ball vom innersten Winkel der Stange am Kreuzeck zurück aufs Spielfeld anstatt ins Tor abprallte. Den hochverdienten Ausgleich machte dann der in Durchgang eins auffälligste Spieler in Austrias Offensive: Zuvor bereits in aussichtsreicher Position am starken Bürmooser Keeper gescheitert, machte Erdogan in der 41. Minute alles richtig, brachte die Kugel am Schlussmann vorbei und stellte auf 1:1.

Die zweite Halbzeit versprach angesichts dieses Zwischenstands eine rassige zu werden, inzwischen hatte auch wieder stärkerer Regen eingesetzt und dem dunkler gewordenen Horizont begegnete man mit den 1000 Lux der innovativsten Flutlichtanlage weit und breit. Das ersehnte Spektakel stelle sich aber anfangs nicht ein, nur zögerlich kam der in Halbzeit eins so starke Offensivmotor nach Seitenwechsel wieder auf Touren. Nachdem die Austria bei einem unzureichend weggefausteten Ball einmal Glück hatte, nicht erneut in Rückstand zu geraten, funktionierte das Zusammenspiel zwischen den Mannschaftsteilen allmählich wieder besser und es konnten auch wieder Akzente nach vorne gesetzt werden.

Legendary: Verdiente Erntezeit

Violetter Wille und Nachdruck wurden belohnt und so war es nach einer langen Freistoßflanke in den Strafraum dem von der Bürmooser Abwehr vernachlässigten Nico Mayer vorbehalten, in seinem Jubiläumsspiel den ersehnten Führungstreffer ins Tor vor unserer Fankurve zu köpfeln. Unsere aktive Legende krönte damit eine bärenstarke Individualleistung, bereits den Treffer zum 1:1 hat Mayer vorbereitet und das gesamte intensive Spiel wirkte wie zugeschnitten auf seine Mentalität und Leidenschaft. Maxglan war jetzt jenes Tollhaus, wie wir es kennen und der Jubel war noch gar nicht abgeklungen, da hätte sich ein satter Schuss glatt das 3:1 verdient.

Stattdessen hieß es dann nochmal zittern. Bürmoos ließ zwar im Ansatz erahnen, wie deren tolle Serie zustande kam, konnte gegen eine starke Austria aber nur vereinzelt aufzeigen. Doch wie es im Fußball so ist: für eine große Ausgleichschance reichte es dennoch. Bei allem Abseitsverdacht, den die violette Betreuerbank hegte, der Treffer hätte gezählt und so können sich die Nordlichter an dieser Situation die Haare raufen. Umso mehr, als Alexander Schwaighofer im Gegenzug für die Entscheidung sorgte. Staubtrocken bestrafte der erneut starke, eingewechselte Youngster die Blau-Weißen fürs Öffnen der Abwehr (85.). Der Rest ist Makulatur, Omerovic vergab in der Nachspielzeit noch eine große Chance aufs 4:1 – sollen sich die Geister darüber streiten, ob ein Sieg auch in dieser Höhe gerecht gewesen wäre.

Nach einem packenden Fußballnachmittag darf sich die Austria über drei immens wichtige Punkte zum Absichern des Aufstiegsplatzes freuen. Unterdessen wurde auch die Vorfreude aufs nächste Heimspiel in zwei Wochen angeheizt, eine tolle Choreographie sprang schon diesmal anlässlich 19,99 Jahren Union Ultrà heraus – wir dürfen gespannt sein, wie unsere Ultras ihr 20-jähriges Jubiläum begehen werden. Zuvor geht’s am kommenden Samstag noch an den Wolfgangsee zum SK Strobl, der übrigens auch an diesem Wochenende schon ein Heimspiel hatte und es gegen unseren letzten Gegner Thalgau mit 2:3 verlor.

Hier die noch nicht erwähnten Ergebnisse dieser 24. Runde in der Salzburger Liga:

  • Straßwalchen – Puch 1:2
  • Hallein – Eugendorf 0:3
  • Zell am See – SAK 0:1
  • Golling – Bramberg 0:1
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