Austria verliert in Bramberg mit 0:2

Die 14. Runde der Salzburger Liga hat für die Austria die längste Auswärtsfahrt der Saison bereitgehalten. Kleine Nachlässigkeiten machten die Violetten zum Freiwild in der Nationalparkregion.Eine Viertelstunde länger als vorgesehen konnten die steilen Hänge, die den Bramberger Sportplatz umgeben, bestaunt werden. Um 17:15 Uhr ging’s dann aber los und von da an beeindruckten die Gastgeber mit ihrem rassigen Spiel. Unsere Jungs hatten mächtig Mühe, den wie aufgezogen sputenden Brambergern gegenzuhalten. Nur etwas mehr als eine Viertelstunde ging das gut, dann zeigten sich die Hausherren auch im Abschluss von ihrer besten Seite: Marco Enzinger hat die Gunst seiner guten Position erkannt, bei seinem präzisen Schuss genau in die linke Ecke gab’s für Ebner nichts zu halten. Die dynamischen Offensivaktionen der Rot-Weißen waren weiterhin sehr zielgerichtet, während die ständig auf die Probe gestellten Austrianer immer größere Probleme bekamen, auf Ballhöhe zu bleiben. Nach schöner Kombination konnte eine Maßflanke Brambergs nicht mehr unterbunden werden, in der Mitte hatte der völlig allein gelassene Christoph Innerhofer in der 25. Minute keine Probleme, zum 2:0 einzuköpfeln.

Für die Austria kam es dann noch dicker, als Patrick Mayer im Luftzweikampf nach einem Abstoß so ungestüm um den Ball kämpfte, dass er mit Rot vom Platz gestellt wurde. Ein noch deutlicheres Übergewicht für Bramberg war daraufhin zwar nicht auszumachen, zumindest bis zur Pause war die Austria aber kaum in der Lage, etwas an der Charakteristik des Spiels zu ändern. Nach Seitenwechsel war man sichtlich bemüht, eine ähnliche Dynamik wie zuvor die Oberpinzgauer an den Tag zu legen, spätestens im Abschluss zeigte sich aber das Unvermögen – immer mehr wurde klar, dass hier nichts zu holen sein wird. Die numerische Unterlegenheit war in der 68. Minute wieder aufgehoben, doch auch nach Brambergs gelb-roter Karte war gegen den deutlichen Rückstand nichts mehr auszurichten.

1.000 Zuschauer, so die offizielle Zahl, sahen ein gutes Spiel mit einem verdienten Sieger. Die zwischenzeitliche Überzahl Brambergs war kein Schlüsselfaktor, vielmehr machte das schnellere, präzisere und kreativere Angriffsspiel den Unterschied zugunsten der Oberpinzgauer, die ihre Heimmacht einmal mehr demonstrieren konnten und zu Hause weiter ungeschlagen bleiben. Ein begeisterungsfähiges Heimpublikum bekam die eigene Mannschaft vollbetankt mit Selbstvertrauen zu sehen, während die Violetten für ihre vielen mitgereisten Fans wieder wenig von dem, was sie sich vorgenommen hatten, auf den Rasen bekommen haben – bestimmt nicht die schlechteste Darbietung der letzten Wochen, aber zum Bestehen bei so starken Brambergern deutlich zu wenig.

Alles andere als ein leichter Gegner ist auch in der kommenden Woche zu erwarten, dann gastiert Bürmoos, frisch in Laune geschossen mit einem 4:0-Sieg gegen Bergheim, in Maxglan. Es kann also nur darum gehen, in einer intensiven Trainingswoche mit Hochdruck an der eigenen Performance zu arbeiten.

Schon in dieser vorletzten Hinrunde machte Bischofshofen mit einem 2:0 bei Union Hallein auch rechnerisch Platz eins zur Saisonhalbzeit klar, wir gratulieren dem Jahrgangsgenossen. Hier noch die weiteren Ergebnisse dieser 14. Runde im Überblick:

SAK – Hallwang 3:2
Neumarkt – Straßwalchen 1:0
Strobl – Eugendorf 2:3
Golling – Zell am See 0:4
Altenmarkt – Kuchl 1:1

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