In der zweiten Runde des ÖFB-Cup kam es zum frühen Wiedersehen mit der Vienna. Im Traditionsduell hatte die Austria jedoch das Nachsehen gegen die Döblinger.
Der Cup schreibt seine ganz eigenen Gesetze! So lautet zumindest eine alte Weisheit. Nachdem die Austria vor wenigen Wochen einen 4:1-Sieg gegen die Vienna feierte, reisten die Döblinger nun mit mehr Selbstvertrauen an und wollten sich an der Mannschaft von Christian Schaider revanchieren. Den besseren Start erwischte jedoch die Austria, die mit einer Doppelchance nach drei Minuten aufwarten konnte. Nur die Latte verhinderte beim zweiten Versuch die frühe Führung. So vielversprechend wie der Start war, so bitter kam die nächste nennenswerte Szene. Kapitän Luca Meisl musste verletzt nach 18 Minuten ausgewechselt werden. Für ihn kam Thomas Schandl ins Spiel. Auf diesem Wege: Gute Besserung, Captain!
Nach einer halben Stunde musste die Austria den nächsten Rückschlag hinnehmen. Vienna-Verteidiger Raul Marte zog aus 17 Metern ab und erzielte bei seiner elften Cuppartie mit einem Strahl ins linke Kreuzeck sein erstes Cuptor. Die Schaider-Truppe suchte folglich die prompte Antwort, fand aber nicht die richtigen Lösungen für den Gegenschlag. Die beste Chance hatte Christian Huetz, als er den Ball im Strafraum erhielt und nur knapp am linken Pfosten vorbeischoss. Somit ging es mit dem Rückstand in die Pause.

Im zweiten Durchgang waren es die Döblinger, die nur zwei Minuten brauchten, um sich zum ersten Mal vor dem Tor von Simon Nesler-Täubl probierten. Stürmer Youssouf Soukouna vergab freistehend jedoch. In der 55. Minute setzte die Vienna jedoch zum Nachteil der Schaider-Elf nach. David Ungar verwertete einen Abstauber im Strafraum zum 0:2. Die Reaktion der Austria kam in Form eines Freistoßes in der 58. Minute, doch Keeper Bernhard Unger lenkt drüber und hält seinen Kasten sauber. Die anschließende Einwechslung von Moritz Eder zeigte direkt Wirkung. Seine Flanke über rechts fand Christian Gebauer im Sechzehner, der die Riesenchance in Minute 60 nicht nutzen konnte. Kurz danach leitete er die nächste Avance von Simon Pirkl ein.
Entgegen des Momentums stellte die Vienna durch Tobias Anselm auf 0:3 aus Sicht der Austria. Tobias Anselm wurschtelte sich im Sechzehner durch und legte den Ball an Nesler-Täubl vorbei. Das Glück war nicht auf der Seite der Austria, die in der 78. Minute auch einen Freistoß von Schandl nicht zum Torerfolg fand. Eine weitere, große Chance ergab sich nach einem Torwartfehler in der 89. Minute, aber Joker Nico Lukasser-Weitlaner konnte nach einem Torwartfehler Unger nicht verwerten. Im Gegenzug macht Bernhard Zimmermann in der 93. Minute den Deckel drauf. Somit verabschiedete sich die Austria mit einem 0:4 gegen die Mannschaft von Patrick Enengl aus dem ÖFB-Cup und auch von der Heimserie. Ein kleines Trostpflaster ist immerhin, dass die Heimserie in der Liga noch aufrecht ist und am nächsten Samstag fortgesetzt werden kann.
Denn die Zweitvertretung des SK Sturm Graz reist am 12. September (Anpfiff 15:30) nach Maxglan. Mit zwei Siegen und drei Niederlagen steht die Truppe von Trainer Christoph Wurm auf Platz zehn. Nachdem Zweitmannschaften nicht am ÖFB-Cup teilnehmen, hatten die Steirer knapp zwei Wochen Vorbereitungszeit.
Bericht: Tim Bosnjak
Die Stimmen zum Spiel
Cheftrainer Christian Schaider: „Wir sind gut gestartet in die Partie und hatten zwei Chancen auf das 1:0, das wir leider nicht machen. Es war ein ausgeglichenes Spiel bis zum [ersten] Tor. Die Vienna hatte eine gnadenlose Qualität und spielte es souverän herunter.“
„Am Ende hat es nicht gereicht, aber ich bin guter Dinge, dass wir uns nächsten Samstag rehabilitieren.“
Mittelfeldspieler Denis Kahrimanovic: „Wir gehen mit einem 0:1 in die Halbzeit, laden den Gegner dann [im zweiten Durchgang] viel zu oft ein. Dass wir das Spiel mit 0:4 ist bitter und darf nicht passieren.“
Sportdirektor Roland Kirchler zur Verletztensituation: „Wir ziehen das mit unseren jungen Spielern durch und wollen ihnen die Chance geben. Wenn uns bei jedem Spiel ein Routinier wegbricht, dann wird es irgendwann gefährlich.“











