Zum krönenden Saisonabschluss gastierte die Austria aus Lustenau in Maxglan. Die hochintensive Partie endete trotz langer Führung nur mit einem Remis.
Vor ausverkauftem Haus brachten die Gäste viel Spannung und Intensität mit nach Maxglan, wollten die Lustenauer ihre Rückkehr in die Bundesliga feiern. Für die Mannschaft von Christian Schaider hingegen ging es sportlich zwar um nichts mehr, mit einen ehrenvollen Abschied sollten unsere Aufstiegshelden Manuel Kalman, Luka Sandmayr und Marinko Sorda dennoch gewürdigt werden. Wir verneigen uns nochmals und sagen DANKE für jedes Spiel im violetten Trikot!
Mit vollem Einsatz wollten die Lustenauer den Matchball Richtung Bundesliga nutzen und waren in der Anfangsphase gefährlich vor dem Tor von Kalman, der allerdings nicht hinter sich greifen musste. Es war ein wahres Hin und Her, konterte die Austria einen Angriff in der elften Minute beinahe perfekt aus, doch auch Domenik Schierl hielt auf der anderen Seite den Kasten sauber. Nur wenig später ergab sich für die Austria eine Chance per Ecke, die die Mannschaft von Markus Mader nicht entschieden genug klärte. So flankte Denizcan Cosgun wieder in den Strafraum, wo MarinGOTT Sorda freistand und mit der Führung seinen finalen Treffer für die Austria erzielte. Passender geht ein Abschied nicht.

In der 29. Minute gab es die nächste Topchance zu sehen, jedoch für die Vorarlberger. Mittelfeldspieler Mame Wade setzte seinen Kopfball allerdings nur auf die Querlatte. Kurz darauf war die Austria wieder am Zug, doch die Versuche der bemühten Tobias Rohrmoser und Cosgun konnten entscheiden abgefälscht werden. Erst sieben Minuten vor der Halbzeitpause war es dann wieder soweit. Christoph Gruber eroberte im Konter den Ball und legte zu Daniel Bares rüber, der die Hintermannschaft austanzt und auf 2:0 erhöht. Die Lustenauer Träume rückten dadurch zwischenzeitlich in weite Ferne, die Austria hingegen führte verdient mit einem mutigen und starken Auftritt.
Die zweite Spielhälfte startete mit einem wahren Offensivfeuerwerk. Zuerst spielte Lustenau einen Konter perfekt aus, Lahne lief folglich alleine auf Kalman zu und verpasste nur um Haaresbreite den schnellen Anschlusstreffer. Auf der anderen Seite brauchte Bares wenige Sekunden, um sich zu zeigen, doch auch unsere Nummer 45 verzog nur knapp. Erneut kamen die Lustenauer vor das Tor, aus spitzem Winkel ist Kalman aber bereit und pariert ins Aus. Zweieinhalb Minuten, die es wahrlich in sich hatten.
Ging es nicht aus dem Spiel, musste ein Standard her. Gegen einen Freistoßtreffer hatte Kalman allerdings was und touchierte den Ball entscheidend über das Tor. In der 62. Minute war unsere Nummer eins allerdings geschlagen, die Vorarlberger kombinierten sich mit einem langen Ball in den Sechzehner, wo Mohamed-Ahmed Bouchenna eine Vorlage zum Anschlusstreffer verwandelte.

In der Schlussphase zeigt sich der Verschleiß immer mehr, einen eigentlich perfekten Umschaltmoment konnte Moritz Eder in der 80. Minute nach Bares-Hereingabe nicht mehr konzentriert genug verwerten. Nur wenig später köpfte Bouchenna in die Hände von Kalman. Die bittere Pille bekam die Austria aber schließlich in der 92. Minute serviert. Nach einem Eckball köpfte Lustenau-Verteidiger Robin Voisine zum 2:2-Endstand ein.
Damit befördern sich die Gäste mit einem Punkt Unterschied auf die Tabellenspitze und haben es weiterhin in eigener Hand, Meister zu werden. Für das Team von Christian Schaider geht hingegen eine erfolgreiche Aufstiegssaison in der 2. Liga zu Ende. Die Bilanz weist neun Siege, zehn Unentschieden und neun Niederlagen vor, somit bockstarke 37 Punkte und ein einstelliger Tabellenplatz. Für die Mannschaft geht es in eine wohlverdiente Pause und ebenso der passende Zeitpunkt, danke zu sagen. Danke an alle, die Woche für Woche der Austria beiwohnen, sie unterstützen und die tagtägliche Arbeit leisten, um sie zu dem machen, was sie ist. DANKE!
Bericht: Tim Bosnjak
Die Stimmen zum Spiel
Trainer Christian Schaider: „Die erste Halbzeit war richtig stark, die zweite [war] konfus und total unruhig. Die zwei Tore darfst du so nicht bekommen. Schlussendlich war es eingelungener Spieltag für uns gegen einen Aufstiegskandidaten. Die Mannschaft hat sich die 37 Punkte mehr als verdient.“
Marinko Sorda: „Ja, bei der Auswechslung hat es Tränen gegeben. Heute hat man gesehen, dass wir Qualität haben in der Mannschaft, dass der Verein mit den besten in der Liga mithalten kann und viel Potenzial hat. Ich wünsche dem Verein alles Gute!“
Sportdirektor Roland Kirchler: „Es ist immer toll, wenn die Kulisse passt und wir ein super Spiel dazu gemacht haben. Kompliment an die Truppe, das Trainerteam und den Verein, wie wir uns in die Saison hineingearbeitet haben. Wir sind eine Familie geworden.“











